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Fazit schreiben bachelorarbeit für eine top-note

Fazit schreiben bachelorarbeit für eine top-note

Ein starkes Fazit zu schreiben, ist oft der entscheidende Moment für den Erfolg deiner Bachelorarbeit. Es ist der letzte Eindruck, den du hinterlässt – deine letzte Chance, die Bedeutung deiner Forschung zu untermauern und zu zeigen, was du draufhast. Ein gutes Fazit ist eben nicht nur eine Zusammenfassung, sondern der krönende Abschluss deiner gesamten Argumentation.

Warum das fazit über den erfolg deiner arbeit entscheidet

Stell dir vor, du liest einen unfassbar spannenden Krimi, aber das Ende ist abrupt und unbefriedigend. Genau dieses Gefühl hinterlässt ein schwaches Fazit bei deinen Prüfern. Die beste Analyse und die tiefgründigsten Gedanken verlieren an Kraft, wenn der Schlussteil die Fäden nicht gekonnt zusammenführt.

Das Fazit ist deine Bühne. Hier geht es um mehr als nur um das Wiederholen von Fakten – du interpretierst deine Ergebnisse und ordnest sie in einen größeren Kontext ein.

Eine Person schreibt konzentriert an einem Schreibtisch, was die Wichtigkeit des Fazits symbolisiert.

Es ist der ultimative Beweis dafür, dass du den gesamten Forschungsprozess verstanden hast: von der ursprünglichen Frage bis zur finalen Schlussfolgerung. Hier zeigst du, dass du nicht nur fleißig warst, sondern auch wirklich verstanden hast, worum es geht.

Die drei kernfunktionen deines fazits

Ein überzeugendes Fazit hat im Grunde drei Hauptaufgaben, auf die jeder Prüfer achtet. Es geht darum, Klarheit zu schaffen und einen starken, positiven Eindruck zu hinterlassen.

  • Die Forschungsfrage beantworten: Ganz klar, das ist das Wichtigste. Dein Fazit muss eine direkte und unmissverständliche Antwort auf die Frage liefern, die du in der Einleitung gestellt hast. Alles, was du geschrieben hast, läuft auf diesen einen Punkt hinaus.
  • Die Ergebnisse zusammenführen: Wiederhole nicht einfach nur, was du schon gesagt hast. Zeige stattdessen, wie deine zentralen Erkenntnisse ineinandergreifen und gemeinsam die Antwort auf deine Forschungsfrage bilden.
  • Wissenschaftliche Reife beweisen: Hier zeigst du Souveränität. Ordne deine Ergebnisse kritisch ein, sprich offen über die Grenzen deiner Arbeit und gib einen sinnvollen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschung.

Das ist keine reine Formsache. Studien aus dem Hochschulbereich zeigen, dass rund 85 % der Prüfer gezielt darauf achten, ob die Forschungsfrage im Fazit klar beantwortet wird. Es ist also kein Geheimnis, worauf es ankommt.

Diese Tabelle fasst die Kernaufgaben zusammen, die dein Fazit erfüllen muss, um Prüfer zu überzeugen.

Funktion Beschreibung Warum es wichtig ist
Antwort geben Das Fazit liefert eine präzise Antwort auf die Forschungsfrage. Zeigt, dass das Ziel der Arbeit erreicht wurde.
Erkenntnisse bündeln Die wichtigsten Ergebnisse werden zusammengefasst und miteinander verknüpft. Schafft einen roten Faden und macht die Argumentation nachvollziehbar.
Reflexion zeigen Die eigene Arbeit wird kritisch bewertet (Limitationen, Ausblick). Beweist wissenschaftliches Verständnis und Souveränität.

Sieh diese Punkte als deine persönliche Checkliste, um sicherzustellen, dass dein Fazit wirklich sitzt.

Der psychologische vorteil eines starken abschlusses

Ein starkes Fazit kann die Gesamtwahrnehmung deiner Arbeit massiv beeinflussen. Es ist das Letzte, was dein Betreuer liest, bevor er die Note vergibt. Das ist der sogenannte Rezenzeffekt: Was wir zuletzt hören oder lesen, bleibt am besten im Gedächtnis.

Ein prägnantes, selbstbewusstes und logisch aufgebautes Fazit kann kleinere Schwächen in den vorherigen Kapiteln ausgleichen und hinterlässt den Eindruck einer rundum gelungenen wissenschaftlichen Leistung.

Du nimmst den Leser quasi an die Hand und führst ihn elegant zum Ziel. Indem du die Relevanz deiner Forschung noch einmal betonst und einen sinnvollen Ausblick gibst, zeigst du, dass deine Arbeit einen echten Mehrwert hat.

Der gesamte Aufbau deiner Arbeit spielt hier natürlich eine Rolle. Wenn du noch unsicher bist, findest du in unserem Leitfaden wertvolle Tipps, wie du eine Bachelorarbeit schreibst und von Anfang an richtig strukturierst.

Die richtige Struktur für ein logisches Fazit

Ein starkes Fazit fällt nicht einfach vom Himmel – es ist das Ergebnis einer klaren, logischen Struktur. Stell es dir wie den letzten Akt eines Theaterstücks vor, in dem alle losen Fäden elegant zusammenlaufen. Genau diese durchdachte Struktur sorgt dafür, dass deine Leser dir bis zum Schluss folgen können und den vollen Wert deiner Argumentation erkennen.

Eine Person skizziert eine Struktur an einem Whiteboard, was den planvollen Aufbau eines Fazits symbolisiert.

Im Grunde genommen baut jedes überzeugende Fazit auf drei zentralen Bausteinen auf. Sie sind der rote Faden, der deine Leser sicher ans Ziel führt und keine wichtigen Fragen unbeantwortet lässt.

Baustein 1: Der Einstieg und die Rekapitulation

Falle nicht gleich mit der Tür ins Haus. Dein Fazit sollte den Leser sanft abholen und den Kontext deiner Arbeit noch einmal kurz auf den Punkt bringen. Erinnere daran, was das zentrale Ziel deiner Bachelorarbeit war.

  • Forschungsfrage aufgreifen: Beginne damit, deine Forschungsfrage in eigenen Worten nochmals zu nennen. Wichtig ist hierbei, sie nicht wortwörtlich aus der Einleitung zu kopieren – das wirkt monoton.
  • Vorgehen skizzieren: Erwähne in ein, zwei Sätzen, wie du vorgegangen bist. Das könnte zum Beispiel so klingen: „Um diese Frage zu klären, wurden die Nachhaltigkeitsberichte der DAX-40-Unternehmen mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht.“

Dieser Einstieg schlägt die perfekte Brücke vom Hauptteil zum Schlusskapitel. Du stellst damit sicher, dass dein Leser gedanklich wieder voll bei der Sache ist. Es ist wie eine kurze Erinnerung an den Startpunkt eurer gemeinsamen Reise, kurz bevor du das Ziel enthüllst.

Baustein 2: Die Kernergebnisse und die Antwort

Jetzt kommen wir zum Herzstück deines Fazits. Hier präsentierst du glasklar die wichtigsten Erkenntnisse deiner Forschung und gibst eine direkte Antwort auf deine Forschungsfrage. Vage Andeutungen haben hier nichts verloren.

Der entscheidende Moment im Fazit ist die explizite Beantwortung der Forschungsfrage. Formuliere sie so präzise, dass kein Zweifel daran besteht, ob das Ziel der Arbeit erreicht wurde.

Fasse deine zwei bis drei wichtigsten Ergebnisse kurz und knackig zusammen. Es geht nicht mehr darum, wie du zu ihnen gekommen bist, sondern darum, was sie bedeuten. Leite daraus die finale, unmissverständliche Antwort ab.

Ein Beispiel aus der BWL:
„Die Analyse hat gezeigt, dass Gamification-Elemente die Mitarbeitermotivation signifikant steigern, insbesondere bei routinemäßigen Aufgaben. Die Forschungsfrage, ob Gamification ein wirksames Instrument zur Motivationssteigerung ist, kann somit eindeutig bejaht werden.“

Baustein 3: Die Einordnung und der Ausblick

Dieser letzte Baustein hebt dein Fazit von einer reinen Zusammenfassung auf eine höhere, wissenschaftliche Ebene. Hier zeigst du Reflexionsvermögen und Weitblick – Qualitäten, die bei der Benotung den Unterschied machen können.

  • Kritische Einordnung: Wo stößt deine Arbeit an ihre Grenzen? Welche Faktoren könnten die Ergebnisse beeinflusst haben (z. B. eine kleine Stichprobe oder ein begrenzter Zeitraum)? Schwächen offen anzusprechen, ist keine Schwäche, sondern zeugt von wissenschaftlicher Souveränität.
  • Ausblick geben: Welche neuen, spannenden Fragen wirft deine Forschung auf? Wo könnte zukünftige Forschung ansetzen? Gib hier konkrete Anstöße, statt dich in allgemeinen Floskeln zu verlieren.

Diese dreiteilige Gliederung ist ein bewährtes Gerüst, das nicht nur für Bachelorarbeiten funktioniert. Ähnliche Prinzipien gelten auch für größere Projekte, wie du in unserem Leitfaden zum perfekten Aufbau einer Masterarbeit nachlesen kannst.

Die Kunst der kritischen Reflexion und des Ausblicks

Jetzt kommt der Teil, der eine gute von einer exzellenten Arbeit unterscheidet. Du hast deine Ergebnisse präsentiert und die Forschungsfrage beantwortet – super. Aber um wirklich zu glänzen, musst du jetzt über den Tellerrand deiner eigenen Forschung blicken. Genau hier zeigst du wissenschaftliche Reife.

Eine Person blickt nachdenklich in die Ferne, was die Reflexion und den Ausblick symbolisiert.

Reflexion und Ausblick sind keine reinen Formalitäten. Sie signalisieren deinem Prüfer, dass du die Tragweite deiner Ergebnisse erfasst hast und deine eigene Arbeit souverän einordnen kannst.

Limitationen souverän ansprechen

Ganz ehrlich: Jede wissenschaftliche Arbeit hat ihre Grenzen. Das ist nicht nur normal, sondern wird sogar erwartet. Die eigentliche Kunst liegt darin, diese Limitationen offen zu diskutieren, ohne dabei die eigene Leistung kleinzureden. Genau das beweist wissenschaftliche Souveränität.

Anstatt deine Arbeit abzuwerten, solltest du die Einschränkungen konstruktiv formulieren. Erkläre kurz, warum du bestimmte Entscheidungen treffen musstest und wie sich das auf deine Ergebnisse ausgewirkt haben könnte.

  • Bei methodischen Limitationen könntest du schreiben: „Die durchgeführte Online-Umfrage erreichte vorwiegend eine junge, technikaffine Zielgruppe. Daher sind die Ergebnisse möglicherweise nicht uneingeschränkt auf die Gesamtbevölkerung übertragbar.“
  • Für eine inhaltliche Begrenzung passt: „Diese Arbeit konzentrierte sich ausschließlich auf den deutschen Markt. Eine vergleichende Analyse mit internationalen Märkten könnte zu abweichenden Erkenntnissen führen und wäre ein spannender nächster Schritt.“

Indem du die Grenzen selbst aufzeigst, nimmst du potenzieller Kritik von vornherein den Wind aus den Segeln. Ein sauberer wissenschaftlicher Schreibstil hilft dir dabei, diese Punkte präzise und professionell auf den Punkt zu bringen.

Vom vagen Hinweis zum konkreten Ausblick

Ein Fehler, den ich immer wieder sehe, ist ein viel zu allgemeiner Ausblick. Sätze wie „Man könnte hier weiter forschen“ sind absolute Platzhalter und verschenken enormes Potenzial. Ein starker Ausblick liefert hingegen konkrete, greifbare Vorschläge für die Forschung, die nach dir kommt.

Ein gut formulierter Ausblick ist mehr als ein Schlusssatz. Er ist eine Inspiration für die wissenschaftliche Gemeinschaft und zeigt, dass deine Arbeit Relevanz über den eigenen Rahmen hinaus besitzt.

Leite direkt aus deinen Limitationen oder den unbeantworteten Fragen, die sich ergeben haben, neue Forschungsansätze ab. Wer könnte deine Ergebnisse nutzen? Welche neuen Türen hast du aufgestoßen?

Vermeide: „Das Thema bietet noch weiteren Forschungsbedarf.“
Schreibe stattdessen: „Eine zukünftige Längsschnittstudie könnte untersuchen, ob die festgestellte Motivationssteigerung durch Gamification über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten anhält.“

Diese Präzision macht den Unterschied. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Studierende genau hier Punkte liegen lassen. So würdigen laut einer Erhebung nur etwa 30 % der Studierenden ihr Vorgehen ausreichend kritisch – ein Aspekt, der aber explizit bewertet wird. Noch mehr Details zu den Anforderungen an ein gelungenes Fazit findest du in diesem Leitfaden von Mentorium.

Häufige fehler im fazit und wie du sie vermeidest

Der Weg zum perfekten Fazit ist oft mit kleinen Stolpersteinen gepflastert, die unnötig wertvolle Punkte kosten können. Viele Studierende tappen unbewusst in dieselben Fallen, die den starken Gesamteindruck ihrer Arbeit am Ende schmälern. Aber keine Sorge, diese Patzer lassen sich wirklich leicht vermeiden, wenn du weißt, worauf du achten musst.

Eine Person überprüft ein Dokument mit einem roten Stift, was die Fehlervermeidung symbolisiert.

Die gute Nachricht ist: Die häufigsten Fehler folgen einem Muster. Wenn du dieses Muster kennst, kannst du dein eigenes fazit schreiben bachelorarbeit gezielt daraufhin prüfen und am Ende souverän abliefern. Schauen wir uns die Klassiker mal genauer an.

Fehler 1 Neue informationen oder zitate einführen

Das ist der wohl klassischste Fehler überhaupt: Im Fazit plötzlich brandneue Fakten, Argumente oder sogar Zitate aus dem Hut zu zaubern. Dein Schlusskapitel ist eine Synthese, eine Zusammenfassung dessen, was du bereits erarbeitet hast – keine Bühne für neue Enthüllungen.

Jede Information, die du im Fazit nennst, muss sich direkt aus deinem Hauptteil ableiten lassen. Neue Gedanken verwirren nur und erwecken den Eindruck, deine Argumentation sei unvollständig oder du hättest etwas im Hauptteil vergessen.

  • Negativbeispiel: „Die Analyse hat gezeigt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Wie bereits Müller (2023) feststellte, ist auch die Unternehmenskultur entscheidend.“
  • So geht es richtig: „Die Analyse bestätigt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Dieser Befund unterstreicht die bereits im Theorieteil diskutierte Bedeutung einer positiven Arbeitsumgebung für die Unternehmensleistung.“

Der Unterschied ist subtil, aber entscheidend. Im zweiten Beispiel beziehst du dich klar auf das, was schon da ist.

Fehler 2 Die einleitung einfach kopieren

Ein weiterer Patzer, der Betreuern sofort auffällt: Passagen aus der Einleitung werden fast wortwörtlich wiederholt. Zwar bilden Einleitung und Fazit einen Rahmen für deine Arbeit, doch sie haben völlig unterschiedliche Funktionen. Die Einleitung wirft Fragen auf, das Fazit liefert die Antworten darauf.

Dein Fazit sollte die Forschungsfrage zwar aufgreifen, sie aber im Licht deiner gewonnenen Erkenntnisse neu beleuchten. Eine plumpe Wiederholung wirkt uninspiriert und signalisiert, dass du den argumentativen Bogen nicht schlüssig zu Ende gedacht hast.

Fehler 3 Unsichere oder zu subjektive sprache verwenden

Formulierungen wie „vielleicht“, „möglicherweise“ oder „ich denke“ schwächen deine Aussagen enorm. Du hast wochen- oder monatelang geforscht, also steh zu deinen Ergebnissen! Präsentiere sie selbstbewusst und präzise.

  • Vermeide: „Es könnte vielleicht sein, dass die Ergebnisse darauf hindeuten…“

  • Nutze stattdessen: „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass…“

  • Vermeide: „Meiner Meinung nach ist das ein wichtiges Ergebnis.“

  • Nutze stattdessen: „Das Ergebnis unterstreicht die Relevanz von…“

Stilistische Mängel sind tatsächlich ein weit verbreitetes Problem. Eine Umfrage unter Betreuern ergab, dass rund 40 % der Beanstandungen bei Abschlussarbeiten stilistische Fehler betreffen, darunter eben auch eine zu unsichere oder saloppe Sprache. Wenn du mehr darüber wissen willst, findest du online zahlreiche gute Übersichten über die typischen Fehler im Fazit einer Bachelorarbeit, um diese Klippen sicher zu umschiffen.

Dein Ziel ist es, mit einer wissenschaftlich fundierten und überzeugenden Argumentation den Schlusspunkt zu setzen. Jedes Wort zählt hier, um den Prüfer von der Qualität deiner Arbeit endgültig zu überzeugen.

Hier ist eine kurze Übersicht, die dir hilft, die häufigsten Fallstricke auf einen Blick zu erkennen und zu vermeiden:

Fehlervermeidung im fazit auf einen blick

Häufiger Fehler Warum es ein Problem ist So machst du es richtig
Neue Ideen einbringen Das Fazit ist eine Synthese, keine Erweiterung. Neue Informationen wirken unstrukturiert. Beziehe dich ausschließlich auf Inhalte und Ergebnisse aus dem Hauptteil deiner Arbeit.
Einleitung wiederholen Es wirkt uninspiriert und zeigt mangelnde Reflexion über die erzielten Ergebnisse. Greife die Forschungsfrage auf und beantworte sie mit deinen Erkenntnissen, statt sie nur zu wiederholen.
Zu vage formulieren Wörter wie „vielleicht“ oder „eventuell“ schwächen die Aussagekraft deiner Forschung. Sei selbstbewusst! Formuliere präzise und klar. Statt „könnte zeigen“ schreibe „zeigt“.
Subjektive Meinungen Wissenschaftliches Schreiben erfordert Objektivität. „Ich finde“ oder „Meiner Meinung nach“ sind tabu. Begründe deine Schlussfolgerungen auf Basis deiner Daten und Analysen, nicht auf persönlichem Empfinden.
Keinen Ausblick geben Ein fehlender Ausblick lässt das Fazit abrupt und unvollständig wirken. Zeige auf, welche weiterführenden Forschungsfragen sich ergeben oder welche praktischen Implikationen deine Arbeit hat.

Wenn du diese Punkte bei deiner abschließenden Korrekturrunde im Hinterkopf behältst, bist du auf der sicheren Seite. Ein starkes Fazit ist der letzte Eindruck, den du hinterlässt – sorge dafür, dass er exzellent ist.

Praktische Formulierungen für ein starkes Fazit

Der richtige Ton und die passenden Worte machen den Unterschied – sie entscheiden, wie professionell und überzeugend dein Abschlusskapitel am Ende rüberkommt. Gerade wenn man beim Fazit Schreiben der Bachelorarbeit vor einer leeren Seite sitzt, können bewährte Formulierungsbausteine Gold wert sein. Sie geben dir nicht nur Sicherheit, sondern helfen dir auch, den passenden wissenschaftlichen Ton zu treffen.

Sieh diese Satzanfänge als eine Art Werkzeugkasten. Es sind keine starren Schablonen, sondern vielmehr ein Sprungbrett, das du an dein Thema und deinen persönlichen Stil anpassen kannst.

Formulierungen für den Einstieg

Ein gelungener Einstieg holt deine Leser direkt ab und ruft ihnen das Kernanliegen deiner Arbeit noch einmal ins Gedächtnis. Der Trick besteht darin, den Bogen von der Einleitung zum Schlussteil zu schlagen, ohne einfach nur zu wiederholen, was du am Anfang geschrieben hast.

  • „Die vorliegende Bachelorarbeit widmete sich der Untersuchung der Frage, ob …“
  • „Ziel dieser Arbeit war es, die Auswirkungen von X auf Y zu analysieren.“
  • „Ausgehend von der Problemstellung, dass ..., wurde in dieser Arbeit untersucht, inwiefern …“

Ergebnisse prägnant zusammenfassen

Jetzt geht es ans Eingemachte, das Herzstück deines Fazits: deine Kernaussagen. Sei hier klar, direkt und selbstbewusst in dem, was du herausgefunden hast.

Die wahre Kunst ist es, nicht den Weg dorthin zu beschreiben, sondern die Essenz deiner Ergebnisse auf den Punkt zu bringen. Deine Leser wissen schon, wie du geforscht hast – jetzt wollen sie wissen, was dabei herausgekommen ist.

Ein paar Beispiele, wie das klingen kann:

  • „Die Analyse der Daten hat gezeigt, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen … besteht.“
  • „Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass …“
  • „Die durchgeführte Untersuchung bestätigt die Annahme, dass …“

Die Forschungsfrage final beantworten

Das ist der Moment der Wahrheit. Deine Antwort muss unmissverständlich sein und sich direkt aus deinen Ergebnissen ableiten lassen. Keine neuen Interpretationen, keine Spekulationen.

  • „Die Forschungsfrage, ob ..., kann auf Grundlage der Ergebnisse eindeutig bejaht/verneint werden.“
  • „Somit lässt sich die eingangs gestellte Frage wie folgt beantworten: …“
  • „Angesichts dieser Befunde wird deutlich, dass die zentrale Annahme …“

Ausblick und kritische Reflexion formulieren

Ganz am Ende zeigst du Weitblick. Das bedeutet, dass du Limitationen deiner Arbeit nicht verschweigst, sondern sie konstruktiv ansprichst und gleichzeitig konkrete Ideen für zukünftige Forschungen lieferst.

  • Für die Reflexion: „Eine Limitation der Studie liegt in der begrenzten Stichprobengröße. Die Ergebnisse sind daher nur bedingt generalisierbar.“
  • Für den Ausblick: „Weiterführende Forschung könnte untersuchen, ob die festgestellten Effekte auch in einem anderen kulturellen Kontext auftreten.“
  • Als Schlusssatz: „Die gewonnenen Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die praktische Anwendung im Bereich …“

Häufige fragen zum fazit der bachelorarbeit

Beim Schreiben des Fazits kommen oft ganz bestimmte Fragen auf. Das ist auch kein Wunder, schließlich entscheidet dieses Kapitel über den bleibenden Eindruck deiner Arbeit. Hier habe ich die häufigsten Stolpersteine und Unsicherheiten gesammelt und gebe dir klare, praxisnahe Antworten.

Wie lang sollte das fazit meiner bachelorarbeit sein?

Eine gute Orientierung ist die Faustregel: Das Fazit sollte etwa 5 % bis 10 % deiner gesamten Arbeit ausmachen. Bei einer Bachelorarbeit von 40 Seiten läufst du also auf zwei bis vier Seiten hinaus.

Aber mal ehrlich: Es kommt weniger auf die exakte Seitenzahl an als auf den Inhalt. Viel wichtiger ist, dass du alle nötigen Punkte – Zusammenfassung, Antwort auf die Forschungsfrage, Reflexion und Ausblick – knackig auf den Punkt bringst. Du darfst dich nicht in Wiederholungen verlieren oder das Ganze künstlich aufblähen. Prägnanz schlägt Länge, immer.

Darf ich im fazit zitate oder neue quellen verwenden?

Hierzu gibt es eine ganz klare Antwort: Nein. Absolut nicht. Dein Fazit ist der Ort, an dem du deine eigene Arbeit resümierst und abschließt. Neue Gedanken, frische Argumente oder Zitate von anderen Autorinnen und Autoren haben hier nichts verloren.

Jeder Gedanke, den du im Fazit formulierst, muss sich direkt aus den vorhergehenden Kapiteln herleiten lassen. Die einzige, winzige Ausnahme könnte ein extrem treffendes Zitat sein, das du als rhetorischen Knalleffekt ganz am Ende setzt. Aber selbst das würde ich an deiner Stelle unbedingt vorher mit deiner Betreuung absprechen. Normalerweise gilt: keine neuen externen Inhalte.

Ein Fazit blickt auf die eigene Leistung zurück, es öffnet keine neuen Fässer. Jeder Satz muss auf dem Fundament deiner bereits präsentierten Analyse und Ergebnisse stehen.

Was ist der unterschied zwischen fazit und diskussion?

Ah, der Klassiker! Diese beiden Kapitel werden ständig verwechselt, obwohl sie ganz unterschiedliche Jobs erledigen.

  • Die Diskussion: Hier gehst du ans Eingemachte. Du interpretierst deine Ergebnisse, bewertest sie kritisch und vergleichst sie mit der Literatur aus deinem Theorieteil. Hier erklärst du auch, warum vielleicht etwas Unerwartetes herauskam. Die Diskussion ist also der analytische Tiefgang deiner Arbeit.
  • Das Fazit: Dieses Kapitel fasst zusammen, es ist synthetisierend. Es bündelt die allerwichtigsten Erkenntnisse aus der gesamten Arbeit (auch aus der Diskussion), gibt die finale, glasklare Antwort auf deine Forschungsfrage und wagt einen Blick nach vorn. Es ist der große Schlussakkord.

Stell es dir so vor: Die Diskussion ist die detaillierte Analyse der einzelnen Puzzleteile. Das Fazit präsentiert das fertige Gesamtbild und erklärt, was es bedeutet.

In welcher zeitform schreibe ich das fazit?

Im Fazit bewegst du dich sprachlich geschickt zwischen Präsens (Gegenwart) und Präteritum (Vergangenheit). Welche Zeitform du wählst, hängt davon ab, worüber du gerade schreibst.

  • Für alles, was du im Rahmen deiner Arbeit getan hast, nimmst du das Präteritum.
    • Zum Beispiel: „In dieser Arbeit wurde untersucht…“ oder „Die Analyse der Daten zeigte…“
  • Für allgemeingültige Schlussfolgerungen, die aus deiner Arbeit hervorgehen, und den Ausblick in die Zukunft nutzt du das Präsens.
    • Zum Beispiel: „Die Ergebnisse zeigen, dass…“ oder „Daraus lässt sich ableiten, dass…“

Dieser Mix wirkt nicht nur professionell, sondern zeigt auch, dass du sprachlich genau weißt, was du tust.


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