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Richtig zitieren Fußnoten: Der umfassende Leitfaden

Richtig zitieren Fußnoten: Der umfassende Leitfaden

Fußnoten richtig zu setzen ist weit mehr als nur eine formale Pflichtübung. Es ist das Rückgrat Ihrer wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit und der beste Schutz für Ihre eigene Arbeit. Die sogenannte deutsche Zitierweise ist dabei besonders elegant, denn sie verlagert die Quellenverweise an den Seitenfuß. Der große Vorteil: Ihre Argumentation im Haupttext bleibt ungestört und der Lesefluss wird nicht unterbrochen.

Warum präzise Fußnoten für Ihre Arbeit entscheidend sind

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Das korrekte Anlegen von Fußnoten ist kein Selbstzweck. Vielmehr geht es darum, Ihre Forschung für andere nachvollziehbar zu machen. Sie bauen damit Vertrauen bei Ihren Lesern auf – egal, ob das Prüfer, Professoren oder Fachkollegen sind. Jede einzelne Fußnote fungiert als Beleg und sendet eine klare Botschaft: Meine Thesen stehen auf einem soliden Fundament und sind keine bloßen Behauptungen.

Diese Transparenz ist gleichzeitig Ihr wirksamster Schutz vor Plagiatsvorwürfen. Indem Sie jede übernommene Idee und jedes direkte Zitat sauber ausweisen, zeigen Sie glasklar, wo Ihre eigene Denkleistung beginnt und wo Sie auf den Schultern anderer stehen. Genau das ist der Kern guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Vorteile eines sauberen Zitierstils

Wenn Sie konsequent und fehlerfrei mit Fußnoten arbeiten, zahlt sich das gleich mehrfach aus.

  • Akademische Integrität: Sie zeigen damit, dass Sie die Spielregeln des wissenschaftlichen Arbeitens nicht nur kennen, sondern auch respektieren.
  • Stärkung Ihrer Argumente: Eine Aussage, die mit einer Quelle belegt ist, hat ein viel höheres Gewicht und wirkt auf den Leser überzeugender.
  • Besserer Lesefluss: Anders als bei Zitationen direkt im Text (wie beim Harvard-Stil) wird die Lektüre des Haupttextes nicht durch Klammern und Jahreszahlen gestört.

Tatsächlich kommt dieser Ansatz bei vielen Studierenden gut an. Eine Umfrage unter mehr als 1.000 Studierenden hat ergeben, dass rund 72 % die deutsche Zitierweise mit Fußnoten als übersichtlicher empfinden als andere Systeme. Die Befragten schätzen vor allem die saubere Trennung von Argumentation und Quellenbeleg. Mehr zu diesen Ergebnissen finden Sie in einer Studie zur deutschen Zitierweise auf bachelorprint.de.

Letztendlich signalisiert jede präzise gesetzte Fußnote Sorgfalt und Respekt – nicht nur gegenüber den zitierten Autoren, sondern auch gegenüber Ihrer eigenen Arbeit und Ihrem Leser.

Wenn Sie sich von Anfang an ein System für das richtig zitieren mit Fußnoten angewöhnen, ersparen Sie sich am Ende Ihrer Arbeit eine Menge Stress und mühsame Korrekturen. Sehen Sie es als eine Investition in die Qualität und Glaubwürdigkeit Ihrer gesamten wissenschaftlichen Leistung.

Überblick: Wann sind Fußnoten die richtige Wahl?

Es gibt verschiedene Wege, Quellen zu belegen. Die deutsche Zitierweise mit Fußnoten ist vor allem in den Geistes- und Rechtswissenschaften verbreitet, während in anderen Disziplinen oft die Harvard- oder APA-Zitation bevorzugt wird.

Diese Tabelle gibt einen schnellen Überblick über die wichtigsten Zitierstile und zeigt, wann die deutsche Zitierweise mit Fußnoten die beste Wahl ist.

Zitierstil Primäre Anwendung Besonderheit
Deutsche Zitierweise Geistes-, Sozial-, Rechtswissenschaften Quellenangaben stehen in Fußnoten am Seitenende, was den Lesefluss im Haupttext verbessert.
Harvard-Zitierweise Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Kurzbelege (Autor, Jahr) werden direkt im Text in Klammern gesetzt. Sehr pragmatisch.
APA-Stil Psychologie, Sozial-, Naturwissenschaften Ähnlich wie Harvard, aber mit strengeren, sehr detaillierten Formatierungsregeln (z. B. für DOIs).
MLA-Stil Literatur- und Sprachwissenschaften Kurzverweise im Text (Autor, Seite), oft im englischsprachigen Raum verwendet.

Wie die Tabelle zeigt, sind Fußnoten ideal, wenn der Textfluss im Vordergrund steht und zusätzliche Anmerkungen oder Kommentare zu den Quellen gemacht werden sollen, ohne den Haupttext zu überfrachten.

Die Grundlagen der deutschen Zitierweise meistern

Wer wissenschaftlich schreibt, kommt um sie nicht herum: die Fußnoten. Gerade im deutschsprachigen Raum hat sich diese Methode über Jahrzehnte bewährt. Bevor wir uns aber in die Details stürzen, sollten wir uns das Grundprinzip vergegenwärtigen. Es geht im Kern darum, den Haupttext sauber und lesbar zu halten, während alle Belege und zusätzlichen Anmerkungen elegant an den Seitenfuß ausgelagert werden.

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Das System ist denkbar einfach: Eine kleine, hochgestellte Ziffer¹ im Fließtext signalisiert dem Leser, dass es am Ende der Seite mehr zu erfahren gibt. Dort findet er dann die passende Quellenangabe oder eine weiterführende Erklärung. Kein Wunder, dass diese Zitierweise besonders in den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften so beliebt ist – sie schafft Raum für die nötige Tiefe, ohne den Lesefluss zu stören.

Der entscheidende Unterschied: Vollbeleg vs. Kurzbeleg

Einer der Knackpunkte, an dem viele anfangs straucheln, ist der Umgang mit wiederholten Zitaten aus derselben Quelle. Die Lösung dafür ist eigentlich ganz elegant und heißt: Vollbeleg und Kurzbeleg.

Der Vollbeleg ist sozusagen der große Auftritt einer Quelle. Er wird nur ein einziges Mal verwendet – nämlich dann, wenn Sie eine Quelle zum allerersten Mal in Ihrer Arbeit anführen. Stellen Sie ihn sich wie die „Visitenkarte“ des Werks vor; er muss alle Informationen enthalten, damit jemand die Quelle zweifelsfrei finden kann.

Dazu gehören in der Regel:

  • Der vollständige Name des Autors (üblicherweise Nachname, Vorname).
  • Der Titel des Buches oder Aufsatzes.
  • Bei Artikeln auch der Titel der Zeitschrift oder des Sammelbands.
  • Erscheinungsort, Verlag und Jahr.
  • Ganz wichtig: die genaue Seitenzahl, auf die Sie sich beziehen.

Mit diesem ersten, ausführlichen Verweis legen Sie das Fundament. Er stellt sicher, dass jeder Ihre Quelle problemlos in einer Bibliothek oder Datenbank aufspüren kann und ist die Basis für alle folgenden, kürzeren Verweise.

Der Kurzbeleg kommt dann ins Spiel, wenn Sie dieselbe Quelle ein zweites, drittes oder zehntes Mal zitieren. Er ist die schlanke, platzsparende Variante und verhindert überflüssige Wiederholungen am Seitenfuß. Meistens genügen hierfür der Nachname des Autors, das Erscheinungsjahr und die jeweilige Seitenzahl. Das macht die Fußnoten übersichtlich und schont die Nerven des Lesers.

Wohin mit der Ziffer? Die richtige Platzierung im Text

Eine kleine Ziffer kann große Verwirrung stiften, wenn sie am falschen Ort steht. Dabei ist die Regel dahinter eigentlich logisch und schnell gelernt.

Wenn Sie einen Satz wortwörtlich übernehmen, also ein direktes Zitat verwenden, gehört die Fußnotenziffer unmittelbar hinter das schließende Anführungszeichen. Aber Achtung: Sie steht noch vor dem Punkt oder Komma, das den Satz abschließt.

  • So geht’s bei direkten Zitaten: „Die deutsche Zitierweise schützt den Lesefluss“¹.

Geben Sie hingegen einen Gedanken nur sinngemäß wieder (man spricht hier von einer Paraphrase), platzieren Sie die Ziffer direkt hinter das letzte Wort Ihres Gedankens, also ebenfalls vor das abschließende Satzzeichen.

  • So geht’s bei indirekten Zitaten: Die deutsche Zitierweise soll vor allem den Lesefluss verbessern¹.

Warum ist das so? Beim direkten Zitat gehört der Beleg untrennbar zum zitierten Wortlaut. Bei der Paraphrase bezieht er sich auf den gesamten von Ihnen formulierten Gedankengang. Dieses Vorgehen ist typisch für die deutsche Zitierweise, die eng mit dem Chicago-Stil verwandt ist. Fachleute betonen immer wieder, wie entscheidend der vollständige Beleg bei der Erstnennung ist, damit die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit gewahrt bleibt. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet bei Scribbr weiterführende Informationen zu Fußnoten im Text.

Fußnoten für verschiedene Quellentypen erstellen

Jede Quelle tickt ein bisschen anders. Ein Buch zitiert man nicht auf die gleiche Weise wie einen Fachartikel oder eine Webseite. Um Ihnen hier unter die Arme zu greifen, habe ich die gängigsten Quellentypen mit klaren Vorlagen für Voll- und Kurzbelege zusammengepackt. So stellen Sie sicher, dass Sie beim richtig zitieren mit Fußnoten keine wichtigen Details übersehen.

Der Weg von der Quelle zur fertigen Fußnote ist eigentlich ganz logisch. Die folgende Grafik zeigt das Prinzip auf einen Blick.

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Quelle auswählen, Fußnote setzen, Format prüfen – wenn Sie diesen einfachen Ablauf verinnerlichen, haben Sie schon die halbe Miete für einen sauberen Zitationsstil.

Monografien (Bücher) zitieren

Bücher, also Monografien von einem oder mehreren Autoren, sind der absolute Klassiker in jeder wissenschaftlichen Arbeit. Zum Glück ist die Struktur der Fußnote hier ziemlich standardisiert und dient als gute Basis für alle anderen Quellentypen.

Der Vollbeleg muss beim ersten Mal alle Infos enthalten, um das Buch zweifelsfrei zu finden:

  • Schema: Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, Erscheinungsort: Verlag Jahr, S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ¹ Mustermann, Max: Die Kunst des Zitierens. Ein Leitfaden, Berlin: Musterverlag 2023, S. 42.

Jedes weitere Mal, wenn Sie auf dieselbe Quelle verweisen, reicht ein knackiger Kurzbeleg:

  • Schema: Nachname: Kurztitel Jahr, S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ² Mustermann: Kunst des Zitierens 2023, S. 55.

Kleiner Tipp aus der Praxis: Legen Sie sich für jede Quelle, die Sie nutzen, sofort den korrekten Vollbeleg an. Das erspart Ihnen am Ende unglaublich viel Stress und Sucherei bei der Erstellung des Literaturverzeichnisses.

Beiträge in Sammelbänden

Oft zitiert man nicht ein ganzes Buch, sondern nur einen bestimmten Aufsatz aus einem Sammelband, den jemand herausgegeben hat. In diesem Fall müssen Sie sowohl den Autor des Aufsatzes als auch die Herausgeber (abgekürzt Hrsg.) des gesamten Werkes nennen.

  • Vollbeleg: Nachname, Vorname: Titel des Beitrags, in: Nachname, Vorname (Hrsg.): Titel des Sammelbands, Erscheinungsort: Verlag Jahr, S. Seitenbereich des Beitrags, hier S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ³ Schmidt, Anna: Digitale Quellen richtig nutzen, in: Weber, Klaus (Hrsg.): Wissenschaftliches Arbeiten im 21. Jahrhundert, München: Fachverlag 2022, S. 112–130, hier S. 115.

Der Kurzbeleg konzentriert sich dann wieder nur auf den Autor des zitierten Textes:

  • Schema: Nachname: Kurztitel Jahr, S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ⁴ Schmidt: Digitale Quellen 2022, S. 121.

Artikel aus Fachzeitschriften

Für aktuelle Forschung sind wissenschaftliche Artikel aus Fachzeitschriften das A und O. Ihre Fußnote braucht neben Autor und Titel des Artikels auch den Namen der Zeitschrift, den Jahrgang (Jg.) oder Band (Bd.) und die Heftnummer. Aber zuerst muss man die passenden Quellen überhaupt finden. Falls Sie lernen möchten, wie man wissenschaftliche Artikel wie ein Profi findet, haben wir dafür einen eigenen Leitfaden mit wertvollen Strategien.

  • Vollbeleg: Nachname, Vorname: Titel des Artikels, in: Titel der Zeitschrift, Jg./Bd. Jahrgangsnummer (Jahr), Heft Heftnummer, S. Seitenbereich, hier S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ⁵ Meier, Hans: Ein neuer Ansatz zur Datenanalyse, in: Zeitschrift für Forschung, Jg. 15 (2021), Heft 2, S. 88–105, hier S. 91.

Beim Kurzbeleg wird es wieder schön schlank:

  • Schema: Nachname: Kurztitel Jahr, S. Seitenzahl.
  • Beispiel: ⁶ Meier: Datenanalyse 2021, S. 99.

Internetquellen korrekt angeben

Internetquellen sind eine tolle Sache, aber sie können sich ändern oder ganz verschwinden. Deshalb sind hier zwei zusätzliche Angaben absolut unverzichtbar: die vollständige URL und das Datum, an dem Sie die Seite zuletzt aufgerufen haben. Das sichert die Nachprüfbarkeit Ihrer Quelle.

  • Vollbeleg: Nachname, Vorname (falls bekannt): Titel des Online-Artikels, [online] URL [Abrufdatum].

Oft gibt es keinen einzelnen Autor. Dann nennen Sie einfach die verantwortliche Institution.

Der Kurzbeleg ist auch hier ganz einfach: Name/Institution: Kurztitel, Jahr (falls bekannt).

Spezialfälle meistern und häufige Fehler vermeiden

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Selbst wenn man die Grundlagen des Zitierens verinnerlicht hat, lauern die Tücken oft im Detail. Gerade bei Fußnoten gibt es ein paar knifflige Sonderfälle und wiederkehrende Fehler, die selbst erfahrenen Schreibenden Kopfzerbrechen bereiten können. Hier ist Präzision gefragt, denn schon kleine Nachlässigkeiten können schnell einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen.

Die gute Nachricht ist: Es sind meist die gleichen Fehler, die immer wieder auftauchen. Kennt man diese typischen Stolpersteine, kann man sie gezielt umschiffen und die Qualität seiner Arbeit spürbar verbessern.

Wenn wichtige Angaben fehlen o. J. und o. O.

Es kommt immer wieder vor, dass man bei einer Quelle einfach kein Erscheinungsjahr oder keinen Publikationsort findet. Das ist besonders bei älteren Dokumenten oder manchen Online-Quellen nicht ungewöhnlich. Statt die Angabe einfach wegzulassen oder gar zu raten, gibt es hierfür klare, standardisierte Abkürzungen.

  • o. J. steht für „ohne Jahr“ und kommt dann zum Einsatz, wenn das Datum der Veröffentlichung nicht ermittelbar ist.
  • o. O. bedeutet „ohne Ort“ und wird verwendet, wenn kein Verlags- oder Erscheinungsort in der Quelle genannt wird.

Diese Kürzel werden einfach an der Stelle eingefügt, wo sonst das Jahr oder der Ort stehen würde. Damit zeigen Sie transparent, dass die Information nicht verfügbar war, und halten sich trotzdem an alle formalen Vorgaben für das richtig zitieren mit Fußnoten.

Der häufigste Fehler ist nicht das Fehlen einer Angabe, sondern der uneinheitliche Umgang damit. Legen Sie für sich fest, wie Sie mit unvollständigen Quellen umgehen, und ziehen Sie diese Vorgehensweise dann konsequent durch Ihre gesamte Arbeit.

Der Umgang mit Sekundärzitaten

Ein Sekundärzitat nutzen Sie, wenn Sie einen Autor zitieren, der selbst gerade einen anderen Autor zitiert. Sie haben die Originalquelle (die Primärquelle) also nicht selbst in der Hand, sondern beziehen sich auf deren Wiedergabe in einer anderen Publikation (der Sekundärquelle). Die goldene Regel lautet hier: Vermeiden Sie Sekundärzitate, wo immer es geht. Der Griff zur Primärquelle ist immer die bessere, weil wissenschaftlich sauberere Wahl.

Manchmal ist das Original aber einfach nicht aufzutreiben – sei es vergriffen, zu alt oder nur in einem fernen Archiv verfügbar. In einem solchen Fall müssen Sie das Zitat klar als Sekundärzitat kennzeichnen. Das geschieht in der Fußnote mit dem Zusatz „zitiert nach“.

Ein konkretes Beispiel:
¹ Müller, Peter: Ursprungsthesen, Berlin 2005, S. 15, zitiert nach: Schulze, Eva: Müllers Thesen im Überblick, München: Fachverlag 2018, S. 77.

Sie nennen also zuerst die Originalquelle, die Sie eigentlich zitieren, und direkt danach die Quelle, aus der Sie das Zitat tatsächlich entnommen haben. Alles andere würde über Ihre tatsächliche Rechercheleistung hinwegtäuschen.

Typische Fehlerquellen im Überblick

Im Eifer des Gefechts schleichen sich schnell kleine Inkonsistenzen und Flüchtigkeitsfehler ein. Die folgende Tabelle fasst die häufigsten Probleme zusammen und zeigt, wie man sie souverän in den Griff bekommt.


Häufige Fehler und ihre korrekte Lösung

Diese Zusammenfassung zeigt typische Fehlerquellen beim Erstellen von Fußnoten und wie man sie einfach und korrekt behebt.

Häufiger Fehler Warum es falsch ist So geht es richtig
Falsche Nutzung von "ebd." „Ebd.“ (ebenda) darf nur verwendet werden, wenn die Fußnote direkt auf die vorherige folgt und exakt dieselbe Quelle meint. Sobald eine andere Quelle dazwischen zitiert wird, muss wieder ein Kurzbeleg her.
Inkonsistente Formatierung Mal wird der Verlag genannt, mal nicht. Mal ist der Titel kursiv, mal in Anführungszeichen. Legen Sie zu Beginn einen Zitierstil fest und prüfen Sie am Ende alle Fußnoten auf absolute Einheitlichkeit.
Fehlende URL-Angaben Bei Online-Quellen fehlt die URL oder das Abrufdatum. Das macht die Quelle für den Leser unauffindbar und nicht nachprüfbar. Geben Sie immer die vollständige URL und das Datum Ihres letzten Zugriffs an.

Am Ende zahlt sich die Sorgfalt hier wirklich aus. Ein sauberer und einheitlicher Zitationsapparat zeugt von wissenschaftlicher Gründlichkeit.


Denken Sie auch daran, klar zwischen direkten und indirekten Zitaten zu unterscheiden. Während Sie bei indirekten Zitaten den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben, müssen wörtliche Übernahmen buchstabengetreu sein. Mehr zur korrekten Kennzeichnung finden Sie in unserem Artikel über das direkte Zitat nach APA-Richtlinien, dessen Grundprinzipien sich auch hier anwenden lassen.

Digitale Quellen und Statistiken richtig belegen

Das Internet ist eine riesige Wissensquelle, aber seine Inhalte sind oft flüchtig. Was heute online ist, kann morgen schon wieder weg sein oder ganz anders aussehen. Genau das macht die Zitierung digitaler Quellen zu einer echten Herausforderung. Wenn Sie richtig zitieren und Fußnoten für Online-Inhalte erstellen wollen, sind zwei Angaben absolut unverzichtbar: die genaue URL und das Datum, an dem Sie die Seite zuletzt aufgerufen haben.

Mit diesen beiden Informationen stellen Sie sicher, dass Ihre Arbeit nachprüfbar bleibt. Sie dokumentieren damit ganz klar, dass Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt eine ganz bestimmte Version einer Webseite als Beleg herangezogen haben. Fehlen diese Angaben, ist die Quelle für andere im Grunde wertlos, weil niemand Ihren Verweis überprüfen kann.

Webseiten und Blogartikel belegen

Das Grundprinzip für Webseiten ist zum Glück recht einfach. Sie nennen den Autor oder die Organisation, die hinter dem Inhalt steht, den Titel des Artikels und dann eben die URL zusammen mit dem Abrufdatum.

  • Vollbeleg-Schema: ¹ Nachname, Vorname (falls vorhanden): Titel des Artikels, [online] URL [Abrufdatum].
  • Beispiel: ¹ KalemiFlow Redaktion: Die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens, [online] https://kalemiflow.com/blog/zukunft-wissenschaft [18.09.2023].
  • Kurzbeleg-Schema: ² Nachname/Organisation: Kurztitel Jahr.
  • Beispiel: ² KalemiFlow Redaktion: Zukunft 2023.

Diese Vorgehensweise funktioniert für klassische Unternehmenswebseiten genauso gut wie für Blogbeiträge oder Online-Magazine.

Daten und Statistiken nachweisen

Wenn Sie mit Zahlen und Daten arbeiten, zum Beispiel vom Statistischen Bundesamt oder von Anbietern wie Statista, ist absolute Präzision gefragt. Hier zitieren Sie nicht einfach nur die Plattform, sondern am besten direkt die konkrete Tabelle oder Grafik, die Sie verwendet haben. Ein großer Vorteil: Viele dieser Portale machen es Ihnen leicht und bieten fertige Zitiervorschläge an, die oft schon perfekt aufbereitet sind.

Tatsächlich geben Datenportale wie Destatis und Statista oft Empfehlungen heraus, die den deutschen Zitiergewohnheiten entsprechen. Es wird empfohlen, eine Fußnote mit dem vollständigen Verweis auf das jeweilige Datenblatt zu setzen. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass etwa 60 % der deutschen Studierenden digitale Datenquellen bevorzugt über Fußnoten zitieren. Mehr zu diesen Methoden des Zitierens von Statista-Daten finden Sie in weiterführenden Anleitungen.

Ein entscheidender Tipp aus der Praxis: Machen Sie immer einen Screenshot oder speichern Sie eine PDF-Version der Statistik, die Sie nutzen. Damit haben Sie einen handfesten Beweis in der Hinterhand, falls sich die Daten auf der Webseite ändern oder die Seite komplett verschwindet.

Videos und Multimedia-Inhalte

Inzwischen sind auch Videos von Plattformen wie YouTube oder Vimeo anerkannte Quellen, gerade wenn es um Interviews, Dokumentationen oder Expertenvorträge geht. Das Vorgehen ist hier ganz ähnlich: Sie nennen den Kanal oder den Uploader, den Titel des Videos, die Plattform und natürlich wieder die URL mit dem Abrufdatum.

  • Vollbeleg-Beispiel: ³ Wissenschaft im Dialog: Die Rolle von KI in der Forschung, [online] YouTube, URL [Abrufdatum].
  • Kurzbeleg-Beispiel: ⁴ Wissenschaft im Dialog: KI in der Forschung 2022.

Für Quellen, die als PDF-Dateien vorliegen, gelten oft die gleichen Regeln wie für gedruckte Bücher oder Artikel. Um hier bei vielen Dokumenten nicht den Überblick zu verlieren, kann es ungemein helfen, effektive Methoden und Tools zu nutzen, um PDF-Dokumente zu durchsuchen und die wichtigen Passagen schnell wiederzufinden.

Typische Fragen zu Fußnoten aus der Praxis

Wer viel schreibt, kennt das: Mitten im Gedankenfluss tauchen plötzlich Detailfragen auf, die einen aus dem Takt bringen. Gerade beim Zitieren mit Fußnoten gibt es ein paar Klassiker, die immer wieder für Unsicherheit sorgen. Hier habe ich die häufigsten Stolpersteine aus meiner Erfahrung für Sie zusammengefasst – mit klaren, praxisnahen Antworten.

So müssen Sie nicht lange grübeln und können sich wieder voll und ganz auf Ihre Argumentation konzentrieren. Sehen Sie diese kleine Sammlung als Ihren Spickzettel für den wissenschaftlichen Alltag.

Was hat es mit "ebd." auf sich und wann darf ich es benutzen?

Die Abkürzung ebd. steht für „ebenda“ und ist ein wirklich praktisches Werkzeug, um Ihre Fußnoten kurz und übersichtlich zu halten. Sie verwenden es immer dann, wenn Sie sich auf exakt dieselbe Quelle wie in der Fußnote direkt davor beziehen.

Der Knackpunkt ist die unmittelbare Reihenfolge. Sobald auch nur eine einzige andere Quelle dazwischengeschoben wird, ist die Kette unterbrochen und "ebd." darf nicht mehr verwendet werden.

  • ¹ Mustermann, Max: Die Kunst des Zitierens, Berlin 2023, S. 42.
  • ² Ebd., S. 45. (Bezieht sich auf Mustermann, aber eine andere Seite)
  • ³ Ebd. (Bezieht sich auf Mustermann, gleiche Seite wie in Fußnote 2, also S. 45)

Wird „ebd.“ falsch eingesetzt, ist das einer der häufigsten Fehler, die eine Arbeit schnell nachlässig aussehen lassen. Wenn Sie also nach Fußnote 3 eine andere Quelle zitieren und dann wieder auf Mustermann zurückkommen, müssen Sie erneut einen vollständigen Kurzbeleg verwenden.

Sind Fußnoten nur für Quellenangaben da oder auch für eigene Kommentare?

Unbedingt auch für eigene Kommentare! Das ist sogar eine der großen Stärken der deutschen Zitierweise. Fußnoten bieten den perfekten Raum für alles, was im Haupttext den Lesefluss stören würde, aber dennoch wichtig für das Verständnis ist.

Nutzen Sie diesen Platz für weiterführende Gedanken, Definitionen, Querverweise oder interessante Zusatzinformationen.

Eine klug platzierte Anmerkung in einer Fußnote kann Ihre Argumentation ungemein bereichern. Sie beweisen damit eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Thema und zeigen, dass Sie über den Tellerrand hinausgedacht haben – ohne den Haupttext zu überfrachten.

Im Literaturverzeichnis stehen zwei Autoren mit dem Nachnamen Müller. Was tun?

Ein Klassiker, der sich aber ganz einfach lösen lässt. Um hier jegliche Verwechslung auszuschließen, ergänzen Sie im Kurzbeleg einfach den ersten Buchstaben des Vornamens. So ist für Ihre Leserschaft immer glasklar, auf welchen der beiden Autoren Sie sich gerade beziehen.

So sieht das dann aus:

  • ¹ Müller, P.: Zitierregeln 2021, S. 15.
  • ² Müller, A.: Forschungsdesign 2022, S. 30.

Diese kleine Ergänzung sorgt für Eindeutigkeit und erhält die wissenschaftliche Genauigkeit Ihrer Arbeit. Das gilt übrigens sowohl für die Kurzbelege in den Fußnoten als auch für die Einträge im Literaturverzeichnis selbst.

Wie kann ich Fußnoten in Word nachträglich bearbeiten oder löschen?

Moderne Textverarbeitungsprogramme wie Word machen die Verwaltung von Fußnoten zum Glück ziemlich unkompliziert. Wenn Sie eine Fußnote im Text löschen, passt das Programm die Nummerierung aller nachfolgenden Fußnoten automatisch an. Das Gleiche passiert, wenn Sie mittendrin eine neue Fußnote einfügen.

Ein Tipp aus der Praxis, der Ihnen viel Ärger erspart: Tippen Sie die hochgestellten Ziffern niemals von Hand ein. Nutzen Sie immer die eingebaute Funktion (meist unter dem Reiter „Verweise“ > „Fußnote einfügen“). Nur dann funktioniert die dynamische Anpassung und Sie können sicher sein, dass die Nummerierung auch nach größeren Umstellungen im Text noch korrekt ist.


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