bachelorarbeit thema finden: So findest du dein Thema

Die Suche nach dem richtigen Thema für die Bachelorarbeit beginnt nicht mit endloser Recherche, sondern mit einer einfachen Frage an dich selbst: Was hat mich im Studium wirklich begeistert? Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, deine persönlichen Interessen, Stärken und beruflichen Ziele als Kompass zu nutzen, anstatt dich von den unzähligen Möglichkeiten lähmen zu lassen.
Den perfekten Ausgangspunkt für dein Thema finden

Das ideale Thema für die Abschlussarbeit zu finden, fühlt sich oft wie eine unüberwindbare Aufgabe an. Der effektivste Weg führt aber nicht nach außen, sondern erst einmal nach innen. Bevor du auch nur eine einzige wissenschaftliche Datenbank öffnest, solltest du deine eigenen Unterlagen aus dem Studium durchforsten – hier schlummern die besten Ideen.
Nutze deine bisherigen Studienleistungen als Kompass
Deine alten Hausarbeiten, Präsentationen und Seminarunterlagen sind eine wahre Goldgrube. Du hast bereits unzählige Stunden in diese Arbeiten investiert und dir ein solides Grundwissen angeeignet. Geh deine Ordner doch mal mit diesen Fragen im Kopf durch:
- Welches Seminar hat dich wirklich gepackt? Gab es eine Vorlesung, bei der du sogar freiwillig die empfohlene Zusatzliteratur gelesen hast?
- Bei welcher Hausarbeit dachtest du: „Hier würde ich am liebsten noch viel tiefer graben“? Oft gibt es spannende Aspekte, die du aus Zeit- oder Platzgründen nur anreißen konntest.
- Wo hast du überdurchschnittlich gute Noten bekommen? Das ist oft ein starker Indikator für deine Stärken und ein Zeichen dafür, dass dir das wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich besonders liegt.
Ein konkretes Beispiel: Vielleicht hast du in einem Marketing-Seminar eine hervorragende Hausarbeit über die Psychologie von Markenloyalität verfasst. Dieses Wissen ist der perfekte Anknüpfungspunkt. Anstatt bei null anzufangen, baust du auf einem Fundament auf, das du selbst gelegt hast.
Verbinde Leidenschaft mit deiner beruflichen Zukunft
Ein Thema, das dich persönlich fasziniert, ist der stärkste Motor, den du haben kannst. Denk daran: Die Bachelorarbeit wird dich über Monate begleiten. Reines Pflichtgefühl trägt dich selten bis zur Ziellinie. Deine intrinsische Motivation entscheidet darüber, ob die Arbeit zur Qual oder zu einem spannenden Projekt wird, auf das du stolz sein kannst.
Ein Thema, für das du brennst, verwandelt die Pflicht des Schreibens in die Kür des Forschens. Es ist der Unterschied zwischen „Ich muss noch schreiben“ und „Ich will herausfinden, was als Nächstes passiert“.
Überlege auch, wohin du beruflich möchtest. Du siehst deine Zukunft im nachhaltigen Management? Dann könnte ein Thema zur Kreislaufwirtschaft in einer bestimmten Branche nicht nur spannend, sondern auch ein echter Türöffner für deinen Berufseinstieg sein. So wird deine Bachelorarbeit mehr als nur eine Prüfungsleistung – sie wird zum ersten Baustein deiner Karriere.
Strukturiere deine Ideen mit einer Mindmap
Sobald die ersten groben Ideen im Raum stehen, wird es Zeit für Struktur. Eine Mindmap ist dafür das perfekte Werkzeug. Sie hilft dir, deine Gedanken zu visualisieren und Zusammenhänge zu erkennen.
So gehst du am besten vor:
- Zentrales Thema: Schreib dein übergeordnetes Interessensgebiet in die Mitte, zum Beispiel „Künstliche Intelligenz im Marketing“.
- Hauptäste anlegen: Füge nun die ersten groben Kategorien hinzu, die dir einfallen. Das könnten Aspekte wie „Personalisierung“, „Content-Erstellung“ oder „Ethische Fragen“ sein.
- Unteräste verfeinern: Von diesen Hauptästen zweigst du nun immer weiter ab. Unter „Personalisierung“ könntest du spezifischere Punkte wie „Chatbots“, „Produktempfehlungen“ und „Dynamische Preisgestaltung“ notieren.
Dieser Prozess bringt Ordnung in dein Kopf-Chaos. Du siehst sofort, wo es spannende Verbindungen gibt und welche Bereiche genug Substanz für eine wissenschaftliche Arbeit haben. So wird aus einem losen Brainstorming ein klarer Plan für die nächsten Schritte.
So findest du mit der richtigen Recherchestrategie dein Thema
Okay, die ersten groben Ideen stehen. Super! Aber jetzt kommt der entscheidende Teil: die Recherche. Und damit meine ich nicht, stundenlang ziellos durchs Netz zu surfen und zu hoffen, dass dir das perfekte Bachelorarbeit Thema zufällig in den Schoß fällt. Mit einer klugen Strategie findest du schnell heraus, ob deine Idee wirklich was taugt und wo die spannenden Forschungslücken lauern.
Dein erster Anlaufpunkt sollte immer eine wissenschaftliche Datenbank sein. Die Bibliothek deiner Uni bietet dir in der Regel Zugang zu wichtigen Portalen wie JSTOR, PubMed oder IEEE Xplore. Ein echtes Schweizer Taschenmesser, das du von überall nutzen kannst, ist natürlich Google Scholar.
Hier siehst du die schlichte Suchmaske von Google Scholar – dein Tor zur wissenschaftlichen Welt.
Die eigentliche Kunst besteht darin, nicht nur einen einzelnen Begriff einzutippen. Es geht darum, strategisch mit Keywords zu jonglieren, um relevante Ergebnisse zu filtern und ein Gespür für die aktuellen Debatten in deinem Fachbereich zu bekommen.
Wissenschaftliche Datenbanken wie ein Profi nutzen
Starte immer mit einer Kombination aus einem Oberbegriff und spezifischeren Keywords. Anstatt also nur nach „Social Media Marketing“ zu suchen, probiere es mal mit präziseren Kombinationen.
So zum Beispiel:
- „TikTok Marketing“ AND „Gen Z“
- „Influencer Glaubwürdigkeit“ AND „Kaufentscheidung“
- „B2B LinkedIn Strategie“ AND „Leadgenerierung“
Solche gezielten Suchanfragen sieben den Lärm aus und bringen dich viel schneller zu den wirklich relevanten Studien. Schau dir dabei vor allem die Veröffentlichungen aus den letzten zwei, drei Jahren an. Diese Paper verraten dir nicht nur den aktuellen Forschungsstand, sondern die Autoren nennen am Ende oft selbst, wo es noch weiteren Forschungsbedarf gibt – das ist eine absolute Goldgrube für deine eigene Themenfindung.
Wenn du das Thema Recherche wirklich meistern willst, zeigt dir unser Guide, wie du wissenschaftliche Artikel wie ein Profi findest.
Profi-Tipp: Nutze die „Zitiert von“-Funktion bei Google Scholar. Wenn du ein zentrales, wichtiges Paper gefunden hast, siehst du sofort, welche neueren Arbeiten diesen Artikel zitieren. Damit verfolgst du eine wissenschaftliche Diskussion quasi in Echtzeit nach vorne und bleibst am Puls der Forschung.
Praxisnahe Themen direkt aus der Wirtschaft angeln
Eine fantastische Alternative zur rein theoretischen Recherche ist die Kooperation mit einem Unternehmen. Viele Firmen schreiben aktiv Bachelorarbeiten zu Themen aus, die für sie gerade wirklich relevant sind. Das ist eine Win-win-Situation: Du bearbeitest ein reales Problem, bekommst oft Zugang zu wertvollen Daten und knüpfst ganz nebenbei wichtige Kontakte für den Berufseinstieg.
Halte einfach die Augen auf den Karriereseiten der Unternehmen offen, die dich interessieren. Auch auf Plattformen wie LinkedIn findest du oft Ausschreibungen. Du kannst aber auch selbst die Initiative ergreifen und auf kleine oder mittelständische Unternehmen in deiner Region zugehen. Oft sind sie für eine gut durchdachte Idee, die zu ihrem Geschäftsfeld passt, sehr dankbar.
Die Themenfindung ist jedes Jahr für Tausende Studierende die erste große Hürde. Allein im Prüfungsjahr 2024 gab es in Deutschland rund 245.600 Bachelorabschlüsse – das ist fast die Hälfte aller Hochschulabschlüsse. Diese enorme Zahl zeigt, wie wichtig ein systematischer und durchdachter Plan ist, um am Ende ein Thema zu haben, das nicht nur relevant, sondern auch machbar ist. Mehr zu den aktuellen Abschlusszahlen findest du auf destatis.de.
Von der groben Idee zur präzisen Forschungsfrage
Eine spannende Idee ist eine super Grundlage, aber sie ist wirklich nur der Startpunkt. Der eigentliche Schlüssel zu einer herausragenden Bachelorarbeit liegt in einer laserscharfen Forschungsfrage. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Viele Studierende scheitern nicht an der Motivation, sondern daran, dass ihr Thema zu breit und unfokussiert ist.
Der Unterschied ist gewaltig. „Ich schreibe über Social-Media-Marketing“ ist eine vage Absichtserklärung, fast wie ein Hobby. Aber: „Welchen Einfluss hat Influencer-Marketing auf Instagram auf die Kaufentscheidung der Gen Z bei nachhaltigen Modemarken?“ – das ist eine Forschungsfrage. Sie gibt dir eine klare Richtung vor und zeigt deinem Betreuer, dass du weißt, was du tust.
Dieser Weg von der ersten vagen Idee bis zum fertigen Thema ist ein Prozess, den man am besten systematisch angeht.

Wie du siehst, geht es darum, Schritt für Schritt vorzugehen, um am Ende nicht überfordert, sondern mit einem klar umrissenen und machbaren Thema dazustehen.
Die Kunst der Eingrenzung: So wird dein Thema bearbeitbar
Ein zu breites Thema ist der häufigste Grund für Frust und schlaflose Nächte. Stell dir vor, du möchtest über „Künstliche Intelligenz“ schreiben. Das ist ein Fass ohne Boden. Um das Thema greifbar zu machen, musst du es systematisch eingrenzen.
Hier kommt die W-Fragen-Methode ins Spiel, ein echtes Rettungsanker. Sie hilft dir, dein Thema Schicht für Schicht zu präzisieren und auf den Kern zu bringen.
- Was genau interessiert dich daran? (z. B. der Einsatz von KI-gestützten Chatbots)
- Wer oder was ist dein Untersuchungsgegenstand? (z. B. kleine E-Commerce-Unternehmen)
- Wo willst du das Ganze untersuchen? (z. B. im deutschen Markt)
- Wann ist der zeitliche Rahmen? (z. B. Entwicklungen in den letzten drei Jahren)
- Warum ist das überhaupt relevant? (z. B. zur Steigerung der Kundenzufriedenheit)
So wird aus dem riesigen Brocken „Künstliche Intelligenz“ plötzlich: „Wie setzen kleine deutsche E-Commerce-Unternehmen seit 2021 KI-gestützte Chatbots ein, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern?“ Das ist ein klares, machbares und vor allem spannendes Thema.
Praxisbeispiele aus verschiedenen Fachbereichen
Dieses Prinzip der Eingrenzung funktioniert in jedem Studiengang. Es geht immer darum, von einem allgemeinen Interesse zu einer spezifischen, beantwortbaren Frage zu kommen.
Die folgende Tabelle zeigt an konkreten Beispielen, wie eine breite Themenidee in eine fokussierte und wissenschaftlich bearbeitbare Forschungsfrage umgewandelt wird.
Vergleich von allgemeinen Themenideen und präzisen Forschungsfragen
| Fachbereich | Allgemeine Themenidee | Präzise Forschungsfrage |
|---|---|---|
| BWL | Nachhaltigkeit in Unternehmen | Wie wirkt sich die Implementierung einer transparenten Lieferkette auf die Markenwahrnehmung bei Konsumgütern aus? |
| Ingenieurwesen | Elektromobilität | Welche Auswirkungen hat der Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern auf die Effizienz von Ladeinfrastruktur für E-Autos? |
| Sozialwissenschaften | Politische Partizipation junger Menschen | Inwiefern beeinflusst die Nutzung von Social-Media-Plattformen das Wahlverhalten von Erstwählern bei Bundestagswahlen? |
Man sieht deutlich, wie die präzisen Fragen einen klaren Fahrplan vorgeben, während die allgemeinen Ideen eher vage bleiben.
Eine gut formulierte Forschungsfrage ist wie ein Kompass. Sie stellt sicher, dass du auf Kurs bleibst und dich nicht in der endlosen Weite deines Fachgebiets verlierst.
Dieser Schritt braucht Zeit und Geduld. Es ist völlig normal, wenn du deine Forschungsfrage mehrmals überarbeitest. Falls du an diesem Punkt tiefer einsteigen möchtest, liefert unser Beitrag zum Forschungsfragen formulieren wertvolle Tipps und Anleitungen.
Behalte den Faktor Zeit im Auge
Dein Thema muss nicht nur inhaltlich passen, sondern auch in den vorgegebenen Zeitrahmen. Die Bearbeitungszeit für eine Bachelorarbeit ist knapp bemessen. Allein im Wintersemester 2024/25 gab es an deutschen Hochschulen 10.009 Bachelorstudiengänge, und jeder davon hat einen festen Zeitplan. Du musst dein Thema also so wählen, dass es innerhalb dieses Fensters realistisch machbar ist.
Ein zu komplexes Thema, das vielleicht eine langwierige empirische Erhebung erfordert, kann diesen Rahmen schnell sprengen. Sei also ehrlich zu dir selbst: Passt der Aufwand zur Bearbeitungszeit? Ein klares „Ja“ an dieser Stelle ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für deinen Erfolg.
Deinen Betreuer für dein Thema gewinnen
Ein überzeugendes Thema ist die halbe Miete, aber ohne den richtigen Betreuer wird der Weg steinig. Dein Betreuer ist mehr als nur dein Prüfer – er ist dein wichtigster Sparringspartner und Wegbegleiter. Deshalb solltest du nicht einfach wahllos Dozenten anschreiben, sondern strategisch vorgehen.
Der erste Schritt ist eine gezielte Recherche. Klick dich durch die Webseiten der Institute und Lehrstühle, die thematisch zu deiner Idee passen. Wer forscht aktiv in diesem Bereich? Welche Paper haben potenzielle Betreuer in den letzten Jahren veröffentlicht? Ein Prof, dessen eigene Forschungsinteressen sich mit deinem Thema überschneiden, wird dir nicht nur fachlich besseren Input geben können, sondern auch von Anfang an mehr für dein Projekt brennen.
Die perfekte E-Mail verfassen
Sobald du ein oder zwei passende Dozenten im Visier hast, geht es an die Kontaktaufnahme. Eine gut durchdachte E-Mail ist hier deine Eintrittskarte und entscheidet, ob deine Anfrage Interesse weckt oder im überfüllten Posteingang untergeht.
Verzichte unbedingt auf generische Massen-Mails. Deine Nachricht muss zeigen, dass du dich wirklich mit der Arbeit des Dozenten auseinandergesetzt hast. Nimm konkret Bezug auf eine seiner Publikationen oder einen Forschungsschwerpunkt und erkläre kurz, warum genau er der ideale Ansprechpartner für dein Vorhaben ist.
Eine E-Mail, die gut ankommt, könnte so aufgebaut sein:
- Betreff: Formuliere eine klare und präzise Betreffzeile, z. B. „Anfrage zur Betreuung einer Bachelorarbeit: [Dein Thema]“.
- Einleitung: Stell dich kurz vor (Name, Studiengang, Fachsemester) und komm direkt zum Punkt.
- Bezug herstellen: Zeig, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast. Ein Satz wie „Ihr Artikel zu […] hat mich zu meiner Themenidee inspiriert“ kann Wunder wirken.
- Thema skizzieren: Umreiße deine Idee in zwei bis drei knackigen Sätzen. Wenn du schon eine vorläufige Forschungsfrage hast, umso besser!
- Nächster Schritt: Frag nach einem kurzen Gesprächstermin, um deine Idee persönlich vorzustellen.
Das erste Gespräch meistern
Wenn du eine positive Rückmeldung bekommst, ist eine gute Vorbereitung auf das erste Treffen entscheidend. Es geht nicht nur darum, deine Idee vorzustellen, sondern auch darum, einen kompetenten und organisierten Eindruck zu hinterlassen.
Sieh dieses Gespräch nicht als Prüfung, sondern als Dialog. Du suchst einen Partner für ein anspruchsvolles Projekt – und dein potenzieller Betreuer sucht einen motivierten Studierenden, den er gerne begleitet.
Tritt selbstbewusst auf, aber sei gleichzeitig offen für Kritik und neue Anregungen. Ein guter Betreuer wird dein Thema kritisch hinterfragen, auf mögliche Schwachstellen hinweisen und dir helfen, den Fokus zu schärfen. Genau diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist das Fundament für eine erfolgreiche Betreuung.
Ein kurzes, aber aussagekräftiges Exposé ist dabei dein stärkster Trumpf. Es signalisiert, dass du dir bereits fundierte Gedanken gemacht hast. Wenn du lernen möchtest, wie du so ein Dokument erstellst, schau dir unseren Praxisleitfaden zum Exposé-Schreiben für die Bachelorarbeit an – dort findest du eine detaillierte Anleitung.
Die schiere Masse an Studierenden – allein im Wintersemester 2024/25 gab es rund 490.304 Studienanfänger – führt dazu, dass Dozenten viele Betreuungsanfragen erhalten. Eine professionelle und gut vorbereitete Herangehensweise hebt dich sofort positiv von der Menge ab. Mehr zur Entwicklung der Studierendenzahlen findest du beim CHE Hochschuldatenportal.
Typische Fehler bei der Themenwahl – und wie du sie umschiffst

Die Suche nach dem perfekten Thema ist ein entscheidender Schritt, aber der Weg dahin ist oft mit Stolpersteinen gepflastert. Ich habe schon unzählige Studierende gesehen, die immer wieder in die gleichen Fallen tappen – Fallen, die wertvolle Motivation kosten und den gesamten Schreibprozess unnötig verkomplizieren.
Die gute Nachricht ist: Mit ein bisschen Voraussicht kannst du diese Hürden elegant umschiffen. Einer der größten Fehler ist schlicht und einfach Selbstüberschätzung. Ein Thema wie „Die komplette Geschichte der künstlichen Intelligenz“ mag zwar faszinierend klingen, ist aber für eine Bachelorarbeit völlig unrealistisch. Solche Mammutprojekte führen unweigerlich zu Frust, weil du schnell merkst, dass die Zeit hinten und vorne nicht reicht.
Wenn die Leidenschaft fehlt oder die Planung lückenhaft ist
Ein weiterer Klassiker ist die Wahl eines Themas, das dich persönlich null interessiert. Vielleicht hast du es genommen, weil es einfach klang oder weil es dir jemand vorgeschlagen hat. Denk aber immer daran: Du wirst Wochen, wenn nicht Monate, mit diesem Thema verbringen. Ohne echte Neugier wird die Arbeit zur Qual, und das merkt man dem Ergebnis am Ende auch an.
Genauso gefährlich ist eine mangelhafte Recherche zur Literaturlage. Stell dir vor, du hast eine brillante Idee, nur um nach zwei Wochen festzustellen, dass es kaum wissenschaftliche Quellen dazu gibt. Oder das genaue Gegenteil: Das Thema ist so dermaßen überforscht, dass es fast unmöglich ist, noch einen eigenen, neuen Blickwinkel zu finden. Beides kann dein Projekt komplett zum Erliegen bringen.
Der größte Fehler ist, die Themenwahl auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie ist das Fundament deiner Arbeit. Und wenn das Fundament wackelt, stürzt das ganze Gebäude ein – egal, wie sehr du dich später noch anstrengst.
Die häufigsten Stolpersteine im Überblick
Damit du nicht in diese Fallen tappst, hab am besten eine kleine Checkliste im Kopf. Bevor du dein Bachelorarbeit Thema endgültig festlegst, achte ganz besonders auf diese Punkte:
- Zu ambitioniert: Das Thema ist so breit gefasst, dass es in der vorgegebenen Zeit unmöglich zu bearbeiten ist.
- Kein persönliches Interesse: Du wählst ein Thema aus reiner Vernunft, spürst aber keine echte Begeisterung. Die Motivation wird schnell im Keller sein.
- Unklare Forschungsfrage: Deine Fragestellung ist schwammig und gibt dir keine klare Richtung für die Untersuchung vor.
- Mangelnde Literatur: Es gibt zu wenige (oder gar keine) verlässlichen wissenschaftlichen Quellen für dein spezifisches Vorhaben.
- Kein Betreuer in Sicht: Du findest einfach keinen Dozenten, dessen Forschungsschwerpunkt zu deiner Idee passt und der dich kompetent begleiten kann.
Das Prinzip, vorausschauend zu planen, um Schwierigkeiten zu umgehen, gilt übrigens nicht nur hier. Um Fallstricke bei der Themenwahl zu umgehen, kann es auch helfen, sich allgemeine Ratschläge zum Thema häufige Fehler vermeiden anzusehen. Indem du die typischen Klippen kennst, kannst du proaktiv gegensteuern und eine solide Basis für deinen Erfolg schaffen.
Häufige Fragen zur Themenfindung: Antworten aus der Praxis
Der Weg zum perfekten Thema ist selten eine gerade Linie. Viele Studierende stellen sich dieselben Fragen und kämpfen mit ähnlichen Hürden. Hier bekommst du schnelle, praxiserprobte Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten, damit du typische Denkblockaden von Anfang an aus dem Weg räumst.
Was, wenn ich einfach keine Idee habe?
Keine Panik, das ist der absolute Normalzustand. Statt auf den einen Geistesblitz zu warten, der wahrscheinlich nie kommt, geh die Sache systematisch an. Fang bei dem an, was du schon hast: deine eigenen Unterlagen.
Welche Vorlesung hat dich wirklich gefesselt? Bei welcher Hausarbeit dachtest du: „Hier würde ich gern noch tiefer graben“? Mach dir eine simple Liste mit genau diesen Momenten. Oft ist es ein Funke, der schon da ist und nur wieder entfacht werden muss.
Ein weiterer entscheidender Schritt: Rede darüber! Sprich mit Kommilitonen, die schon mitten im Schreibprozess stecken, oder frag höhere Semester nach ihren Erfahrungen. Manchmal ist es eine beiläufige Bemerkung im Gespräch, die plötzlich die zündende Idee liefert. Wichtig ist nur, dass du aktiv wirst und nicht passiv im stillen Kämmerlein auf Erleuchtung hoffst.
Woran merke ich, dass mein Thema viel zu breit ist?
Ein ganz klares Warnsignal: Du schaffst es nicht, deine Idee in einem einzigen, prägnanten Satz zusammenzufassen. Wenn dein Arbeitstitel vage Begriffe wie „Die Auswirkungen von …“ oder „Die Geschichte des …“ enthält, ist er fast garantiert zu umfassend für eine Bachelorarbeit.
Ein gutes Thema lässt sich auf eine konkrete Forschungsfrage herunterbrechen, die du im vorgegebenen Zeitrahmen auch wirklich beantworten kannst. Wenn du das Gefühl hast, du könntest über deine Idee mehrere Doktorarbeiten schreiben, ist es Zeit, den Rotstift anzusetzen und den Fokus radikal zu verengen.
Zwing dich selbst zur Präzision, indem du die klassischen W-Fragen stellst: Was genau untersuche ich? An wem oder was? In welchem zeitlichen oder geografischen Kontext? Und vor allem: Warum ist das relevant? Diese Methode ist ein super Lackmustest für die Machbarkeit.
Kann ich mein Thema später noch einmal ändern?
Ja, das geht in der Regel schon – aber meist nur innerhalb einer kurzen Frist nach der offiziellen Anmeldung. Die genauen Details dazu findest du immer in der Prüfungsordnung deines Studiengangs. Aber sei gewarnt: Eine Änderung ist immer ein riesiger Aufwand und bringt deinen Zeitplan komplett durcheinander.
Genau deshalb ist die anfängliche Recherche so unglaublich wichtig. Es ist unendlich viel besser, am Anfang eine Woche länger zu suchen, zu lesen und einzugrenzen, als später das gesamte Projekt über den Haufen werfen zu müssen. Betrachte die Themenwahl nicht als einen flüchtigen Gedanken, sondern als das strategische Fundament deiner gesamten Abschlussarbeit.
Was, wenn es kaum Literatur zu meiner Idee gibt?
Ein Mangel an Literatur kann zwei völlig gegensätzliche Dinge bedeuten: Entweder bist du auf eine echte, richtig spannende Forschungslücke gestoßen (Jackpot!), oder das Thema wurde aus gutem Grund bisher nicht erforscht – vielleicht, weil es zu speziell ist oder sich methodisch kaum fassen lässt.
Hier musst du ganz ehrlich zu dir selbst sein. Eine Bachelorarbeit ist nicht der richtige Ort, um im Alleingang wissenschaftliches Neuland zu betreten. Du brauchst eine solide Basis an bestehender Forschung, auf der du aufbauen und argumentieren kannst. Versuche, deine Suche auszuweiten: Schau in verwandte Themenfelder und spiele mit deinen Suchbegriffen. Wenn die Quellenlage trotzdem dünn bleibt, ist es meistens klüger, die Idee anzupassen oder einen neuen Weg einzuschlagen, anstatt ins Leere zu laufen.
Wenn du dein Thema gefunden hast und in den Schreibprozess eintauchen willst, kann KalemiFlow dir unter die Arme greifen. Finde relevante Quellen aus über 660 Millionen Dokumenten und erstelle Zitate mit nur einem Klick. Probier es einfach mal aus und beschleunige deine Recherche: Teste KalemiFlow und finde Quellen schneller