Einleitung einer Bachelorarbeit Beispiel: Tipps & Aufbau

Auf der Suche nach einem griffigen Einleitung einer Bachelorarbeit Beispiel? Das Geheimnis liegt darin, den Leser vom ersten Satz an zu packen. Zeigen Sie, warum Ihr Thema relevant ist, formulieren Sie Ihre Forschungsfrage messerscharf und geben Sie einen klaren Fahrplan für Ihre Arbeit vor.
Warum ihre einleitung über den erfolg entscheidet

Die Einleitung ist so viel mehr als nur ein formaler Startschuss – sie ist das strategische Herzstück Ihrer Bachelorarbeit. Man kann sie sich gut als Elevator Pitch vorstellen: In wenigen Absätzen müssen Sie Ihren Betreuer davon überzeugen, dass Ihr Thema zählt, Ihr Ansatz clever ist und sich das Lesen der gesamten Arbeit lohnt.
Ein schwacher, unklarer Einstieg kann selbst eine ansonsten brillante Untersuchung im Keim ersticken. Er signalisiert fehlenden Fokus und lässt den Prüfer im schlimmsten Fall frustriert zurück. Ein starker Auftakt hingegen weckt sofort Neugier und stellt Ihre wissenschaftliche Kompetenz von der ersten Seite an unter Beweis.
Mehr als nur eine formalität
Mit der Einleitung legen Sie das Fundament für Ihre gesamte Argumentation. Hier spinnen Sie den roten Faden, dem der Leser durch die folgenden Kapitel folgen wird. Eine wirklich gute Einleitung beantwortet von Anfang an die wichtigsten W-Fragen:
- Was untersuchen Sie genau? (Thema und Forschungsgegenstand)
- Warum ist das überhaupt wichtig? (Relevanz und Forschungslücke)
- Wie gehen Sie dabei vor? (Methodik und Aufbau)
Diese Klarheit ist heute wichtiger denn je. Seit der Bologna-Reform hat die Zahl der Studienangebote explosionsartig zugenommen. Allein im letzten Wintersemester gab es in Deutschland insgesamt 10.009 Bachelorstudiengänge. In diesem Wettbewerb um Aufmerksamkeit und gute Noten ist eine prägnante Einleitung ein echter Vorteil, um positiv hervorzustechen. Mehr zur Entwicklung der Studiengänge finden Sie auf de.statista.com.
Betrachten Sie die Einleitung als Ihre beste Chance, einen professionellen und souveränen Eindruck zu hinterlassen. Sie ist kein Hindernis, das man überwinden muss, sondern Ihre Gelegenheit, die Weichen für eine Top-Bewertung zu stellen.
Der erste eindruck zählt
Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Betreuers, der Dutzende Arbeiten liest. Eine Einleitung, die ohne Umschweife auf den Punkt kommt, das Problem scharf umreißt und die Forschungsfrage glasklar formuliert, bleibt hängen. Sie beweist, dass Sie Ihr Handwerk beherrschen. Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, erklärt unser Artikel, was eine Bachelorarbeit eigentlich ist, in unserem kompletten Leitfaden.
Sehen Sie diesen Teil Ihrer Arbeit also nicht als lästige Pflicht, sondern als strategisches Werkzeug. Nutzen Sie die Chance, Ihr Thema überzeugend zu platzieren und den Leser von der ersten Seite an für Ihre Forschung zu gewinnen.
Wie eine überzeugende Einleitung aufgebaut ist
Eine richtig gute Einleitung hat einen klaren, logischen Aufbau. Man nennt das auch das Trichterprinzip. Die Idee dahinter ist simpel, aber genial: Sie führen den Leser vom Allgemeinen zum Spezifischen. Sie starten also breit und werden dann immer präziser, bis Sie bei Ihrer Forschungsfrage angekommen sind.
Stellen Sie es sich wie einen echten Trichter vor. Oben schütten Sie den allgemeinen Kontext rein, also warum das Thema überhaupt relevant ist. Unten kommt dann der konzentrierte Kern Ihrer Arbeit heraus: Ihre ganz spezifische Forschungsfrage. Dieses Vorgehen hilft Ihrem Betreuer ungemein, Ihren Gedankengang von der ersten Seite an nachzuvollziehen.
Die folgende Infografik zeigt diesen Weg vom groben Thema zur feinen Forschungsfrage noch einmal anschaulich.

Man sieht gut, wie jeder Abschnitt den Fokus ein Stück weiter verengt. So entsteht eine schlüssige Argumentation, die den Leser ganz natürlich zum Kern Ihrer Arbeit leitet.
Die Kernelemente im Detail
Jeder Teil der Einleitung hat eine klare Aufgabe. Wenn Sie diese kennen, fällt es Ihnen viel leichter, die passenden Formulierungen zu finden und den berühmten roten Faden zu spinnen.
Der Einstieg (Hinführung zum Thema): Hier müssen Sie packen! Starten Sie nicht langweilig, sondern mit etwas, das neugierig macht. Das kann eine überraschende Statistik sein, ein provokantes Zitat oder eine Frage, die zum Nachdenken anregt. Das Ziel ist klar: Aufmerksamkeit erzeugen.
Problemstellung und Relevanz: Warum ist Ihre Arbeit wichtig? An dieser Stelle müssen Sie überzeugen. Zeigen Sie, wo genau das Problem liegt. Gibt es eine Wissenslücke in der Forschung? Einen Widerspruch? Oder ein praktisches Problem, das gelöst werden muss?
Forschungsfrage und Zielsetzung: Das ist das Herz Ihrer Einleitung. Formulieren Sie eine glasklare, präzise Forschungsfrage. Direkt im Anschluss erklären Sie, welches Ziel Sie mit Ihrer Arbeit verfolgen. Was wollen Sie am Ende herausgefunden haben?
Methodik und Aufbau: Jetzt geben Sie einen kurzen Ausblick. Wie werden Sie vorgehen? Machen Sie eine Literaturanalyse, führen Sie Experteninterviews oder starten Sie eine Umfrage? Skizzieren Sie danach ganz knapp, wie die folgenden Kapitel aufgebaut sind.
Das Trichterprinzip in der Praxis
Um die Funktionsweise des Trichterprinzips greifbarer zu machen, schauen wir uns an, wie die einzelnen Elemente ineinandergreifen.
Die folgende Tabelle zeigt die typische Abfolge der Elemente in einer Einleitung, die vom allgemeinen Kontext zur spezifischen Forschungsfrage führt.
Struktur einer Einleitung nach dem Trichterprinzip
| Element | Funktion | Beispielsatz (Ausschnitt) |
|---|---|---|
| Allgemeiner Einstieg | Leser abholen, Relevanz signalisieren | "Die zunehmende Digitalisierung des Einzelhandels hat das Kaufverhalten der Konsumenten in den letzten zehn Jahren fundamental verändert." |
| Problemaufriss | Forschungslücke oder Problem aufzeigen | "Während die Effekte auf große Handelsketten intensiv erforscht wurden, fehlt es an Studien zu den spezifischen Herausforderungen kleiner, lokaler Geschäfte." |
| Forschungsfrage | Den Kern der Arbeit präzise formulieren | "Welche digitalen Marketingstrategien eignen sich für kleine, inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?" |
| Ziel & Methodik | Klare Zielsetzung und Vorgehen skizzieren | "Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Experteninterviews drei erfolgversprechende Strategien zu identifizieren und einen praxisnahen Leitfaden zu entwickeln." |
Diese Abfolge schafft einen logischen Sog, der den Leser direkt in Ihr Thema zieht und ihm genau zeigt, was ihn erwartet.
Von der Theorie zur Praxis
Diese Struktur ist kein starres Korsett, sondern eher ein bewährter Leitfaden, der in fast jedem Fachbereich funktioniert. Gerade diese Flexibilität ist wichtig, denn die deutsche Hochschullandschaft ist sehr vielfältig. Die Anforderungen an Universitäten, Fachhochschulen oder künstlerischen Hochschulen können sich stark unterscheiden. Allein in Nordrhein-Westfalen gab es im letzten Wintersemester 1.541 Studiengänge mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern, in Bayern waren es 542. Mehr Details dazu finden Sie in der Statistik der Hochschulrektorenkonferenz.
Trotz dieser Unterschiede bleibt die Kernaufgabe einer Einleitung immer gleich: Sie muss Orientierung geben und Interesse wecken.
Praxis-Tipp: Schreiben Sie die finale Einleitung erst ganz zum Schluss. Das klingt vielleicht seltsam, ist aber ein echter Game-Changer. Erst wenn Sie Ihre Ergebnisse kennen und der Hauptteil steht, können Sie den Aufbau und die Methodik wirklich präzise beschreiben, ohne leere Versprechungen zu machen.
Eine grobe Skizze am Anfang ist super, um die Richtung vorzugeben. Die polierte Endversion entsteht aber am besten, wenn der Rest der Arbeit fertig ist. So stellen Sie sicher, dass Ihre Einleitung ein perfektes Aushängeschild für das ist, was wirklich in Ihrer Arbeit steckt. Damit haben Sie ein überzeugendes Einleitung einer Bachelorarbeit Beispiel für Ihren eigenen Text geschaffen.
Ein kommentiertes Einleitung Beispiel aus der Praxis
Graue Theorie ist das eine, aber erst ein konkretes Beispiel für eine Bachelorarbeit-Einleitung macht das Ganze wirklich greifbar. Schauen wir uns also mal eine komplette, von mir kommentierte Einleitung aus den Wirtschaftswissenschaften an. Das fiktive Thema: „Der Einfluss von Corporate Social Responsibility (CSR) auf die Arbeitgeberattraktivität bei der Generation Z“.
Ich zerlege diesen Beispieltext jetzt für Sie Absatz für Absatz. Dabei zeige ich Ihnen, welche Funktion jeder Teil hat und warum ich bestimmte Formulierungen gewählt habe. Sehen Sie diese Analyse als eine Art Blaupause für Ihre eigene Arbeit.
Der Einstieg: Hinführung zum Thema
„Der Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte, oft als ‚War for Talents‘ bezeichnet, stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Insbesondere die Generation Z, geboren zwischen 1997 und 2012, tritt mit veränderten Wertevorstellungen auf den Arbeitsmarkt. Für diese Digital Natives sind Aspekte wie Unternehmensethik und gesellschaftliches Engagement oft ebenso entscheidend wie Gehalt und Karrierechancen.“
Mein Kommentar dazu: Dieser erste Absatz holt den Leser sofort ab. Er startet mit einem bekannten Schlagwort („War for Talents“), das sofort einen aktuellen, relevanten Kontext schafft. Danach wird der Fokus direkt auf die spezifische Zielgruppe (Generation Z) und deren Werte gelenkt. Das Thema ist damit klar umrissen.
Die Problemstellung und Relevanz
„Vor diesem Hintergrund gewinnt das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) zunehmend an strategischer Bedeutung für das Personalmarketing. Unternehmen, die sich nachweislich sozial und ökologisch engagieren, scheinen einen Wettbewerbsvorteil bei der Anwerbung junger Talente zu haben. Obwohl zahlreiche Studien die positive Wirkung von CSR auf die Kundenloyalität belegen, ist der spezifische Zusammenhang zwischen CSR-Aktivitäten und der Arbeitgeberattraktivität für die Generation Z in der wissenschaftlichen Literatur bisher nur unzureichend beleuchtet worden. Diese Forschungslücke birgt das Risiko, dass Unternehmen kostspielige CSR-Maßnahmen implementieren, die ihre anvisierte Zielgruppe nicht wirksam erreichen.“
Mein Kommentar dazu: Jetzt wird es konkret. Der Text schlägt die Brücke vom allgemeinen Trend (Werte der Gen Z) zum wissenschaftlichen Konzept (CSR). Ganz entscheidend ist hier der Satz, der die Forschungslücke glasklar benennt. Damit begründen Sie die Notwendigkeit Ihrer Arbeit auf den Punkt – sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch ganz praktisch für Unternehmen.
Forschungsfrage und Zielsetzung
„Aus dieser Problemstellung leitet sich die zentrale Forschungsfrage dieser Bachelorarbeit ab: Inwieweit beeinflussen glaubwürdige CSR-Aktivitäten die Wahrnehmung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber bei Absolventen der Generation Z in Deutschland?
Ziel dieser Arbeit ist es, die entscheidenden CSR-Faktoren zu identifizieren, die für diese Zielgruppe von besonderer Relevanz sind. Darauf aufbauend sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen abgeleitet werden, um ihre CSR-Kommunikation im Employer Branding gezielt zu optimieren.“
Mein Kommentar dazu: Das ist das Herzstück Ihrer Einleitung. Die Forschungsfrage ist präzise, als Frage formuliert und sauber eingegrenzt (Zielgruppe, geografischer Raum). Gleich danach wird das Ziel der Arbeit erklärt: Es geht nicht nur darum, etwas zu analysieren, sondern auch darum, handfeste Empfehlungen zu entwickeln.
Ein klar formuliertes Ziel zeigt Ihrem Betreuer sofort, dass Sie nicht nur beschreiben, sondern einen echten Mehrwert schaffen wollen. Das signalisiert wissenschaftliche Reife und Praxisorientierung.
Die Bachelorarbeit ist ein wichtiger Meilenstein, bei dem Studierende ihre Forschungskompetenz zeigen. Themen mit hoher Praxisrelevanz, zum Beispiel im Bereich Nachhaltigkeit, sind hierfür ideal. Sie ermöglichen es, die für den Berufseinstieg so wichtige wissenschaftliche Reife zu demonstrieren. Erfahren Sie mehr über Bachelorarbeit-Themen im Bereich Nachhaltigkeit auf bachelorarbeitschreiben.de.
Methodik und Aufbau der Arbeit
„Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wird eine quantitative Untersuchung in Form einer Online-Umfrage unter Studierenden und Absolventen der relevanten Altersgruppe durchgeführt. Die gewonnenen Daten werden anschließend statistisch ausgewertet, um signifikante Zusammenhänge zu identifizieren.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Nach dieser Einleitung werden in Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen zu CSR und Employer Branding erläutert. Kapitel 3 beschreibt detailliert die methodische Vorgehensweise der empirischen Erhebung. Die Ergebnisse der Umfrage werden in Kapitel 4 präsentiert und analysiert, bevor die Arbeit in Kapitel 5 mit einer Diskussion der Resultate, der Ableitung von Handlungsempfehlungen und einem Fazit schließt.“
Mein Kommentar dazu: Dieser letzte Abschnitt ist der Fahrplan für Ihren Leser. Er erfährt, wie Sie vorgehen (Methode: Online-Umfrage) und was ihn in den einzelnen Kapiteln erwartet (Aufbau). Das schafft Transparenz und eine klare Struktur. Denken Sie daran, dass hier die Quellenangaben korrekt sein müssen; ein umfassender Leitfaden erklärt, wie richtiges Zitieren mit Fußnoten funktioniert.
Formulierungen, die sofort professionell klingen
Die richtigen Worte zu finden, kann manchmal kniffliger sein als die eigentliche Recherche. Aber keine Sorge: Ein wissenschaftlicher Schreibstil ist kein Hexenwerk, sondern ein erlernbares Handwerk. Es geht im Grunde nur darum, präzise, klar und objektiv zu formulieren. Nur so können Sie Ihre Argumente wirklich überzeugend rüberbringen. Umgangssprachliche Floskeln oder schwammige Ausdrücke sind hier fehl am Platz.
Statt zu schreiben „Ich will mal gucken, wie sich das entwickelt hat“, formulieren Sie es doch lieber so: „Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung von X zu analysieren.“ Merken Sie den Unterschied? Dieser kleine Dreh an der Wortwahl signalisiert sofort Professionalität und einen klaren Fokus. Denken Sie immer daran: Ihre Sprache spiegelt Ihre wissenschaftliche Kompetenz wider.
Einstieg und Hinführung zum Thema
Der erste Satz entscheidet oft darüber, ob Ihr Leser dranbleibt. Vermeiden Sie daher unbedingt langweilige Standardeinstiege, die jeder schon hundertmal gelesen hat. Starten Sie lieber mit einer Formulierung, die sofort klar macht, warum Ihr Thema wichtig ist.
So lieber nicht:
- „Seit vielen Jahren ist das Thema X sehr wichtig.“ (Das ist zu vage und sagt nichts aus.)
- „In dieser Arbeit geht es um das Thema Y.“ (Das ist zwar korrekt, aber furchtbar trocken.)
Versuchen Sie es doch mal so:
- „Die fortschreitende Digitalisierung konfrontiert den Einzelhandel mit fundamentalen Herausforderungen.“ (Das ist konkret und schafft sofort einen aktuellen Kontext.)
- „Angesichts des demografischen Wandels gewinnt die Frage nach […] zunehmend an Bedeutung.“ (Das zeigt die gesellschaftliche Relevanz Ihres Themas.)
- „In der aktuellen wissenschaftlichen Debatte um […] wird kontrovers diskutiert, ob…“ (Damit verorten Sie Ihre Arbeit direkt im Forschungsdiskurs.)
Diese Einstiege sind aktiv, präzise und packen den Leser von Anfang an.
Problemstellung und Forschungsbedarf formulieren
Nachdem Sie den Leser ins Thema geholt haben, müssen Sie überzeugend darlegen, warum Ihre Arbeit überhaupt notwendig ist. Jetzt ist der Moment, die berühmte Forschungslücke klar und deutlich zu benennen.
Anstatt nur zu behaupten, ein Thema sei „kaum erforscht“, müssen Sie präziser werden. Zeigen Sie ganz konkret auf, welche Aspekte bisher vernachlässigt wurden. Das beweist, dass Sie den Forschungsstand wirklich durchdrungen haben und nicht nur eine Floskel wiederholen.
Hier sind ein paar nützliche Satzbausteine, die Ihnen dabei helfen können:
- „Während zahlreiche Studien Aspekt A beleuchten, wurde Aspekt B bisher nur unzureichend berücksichtigt.“
- „Es besteht Uneinigkeit in der Forschung bezüglich der Frage, inwieweit…“
- „Die bisherige Forschung konzentrierte sich primär auf […], wohingegen die Auswirkungen auf […] bislang vernachlässigt wurden.“
Solche Formulierungen helfen Ihnen dabei, den Bedarf für Ihr Einleitung einer Bachelorarbeit Beispiel elegant und wissenschaftlich fundiert zu begründen.
Zielsetzung und Aufbau der Arbeit skizzieren
Ganz zum Schluss Ihrer Einleitung geben Sie dem Leser einen klaren Fahrplan an die Hand. Er muss genau wissen, was Sie vorhaben und wie Sie dabei vorgehen werden.
Für die Zielsetzung eignen sich Formulierungen wie diese hier:
- „Das zentrale Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, …“
- „Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für […] abgeleitet werden.“
- „Die Arbeit verfolgt die Absicht, einen Beitrag zum Verständnis von […] zu leisten.“
Wenn Sie dann den Aufbau beschreiben, vermeiden Sie simple Aufzählungen. Besser ist es, die Kapitelbeschreibung in einen flüssigen, kurzen Text einzubinden.
Hier ist ein gutes Beispiel:
„Um diese Forschungsfrage zu beantworten, werden im folgenden Kapitel zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert. Kapitel 3 beschreibt anschließend die methodische Vorgehensweise, bevor in Kapitel 4 die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert und analysiert werden. Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der Resultate und einem Fazit.“
Ein durchdachter wissenschaftlicher Schreibstil ist wirklich entscheidend für den Erfolg Ihrer gesamten Arbeit. Falls Sie Ihr Gespür für präzise Formulierungen weiter schärfen möchten, finden Sie in unserem umfassenden Guide zum Thema, wie man wissenschaftlich schreibt, wertvolle Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Typische Fehler, die Sie ganz einfach vermeiden können

Selbst mit der besten Vorbereitung tappt man schnell in die eine oder andere Falle. Eine starke Einleitung zu schreiben, heißt auch, die häufigsten Fehler zu kennen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber den professionellen ersten Eindruck schnell zunichtemachen und am Ende wertvolle Punkte kosten.
Ein absoluter Klassiker ist eine zu vage oder zu breit gefasste Forschungsfrage. Denken Sie daran: Sie ist das Herzstück Ihrer Einleitung und muss messerscharf sein. Eine ungenaue Frage führt fast zwangsläufig zu einer unstrukturierten Arbeit, der der rote Faden fehlt.
Fehler 1: Das Ergebnis vorwegnehmen
Einer der größten Fehler, den ich immer wieder sehe, ist das Vorwegnehmen der Ergebnisse. Die Einleitung soll neugierig machen und den Weg zur Antwort aufzeigen – aber nicht die Antwort selbst verraten! Das nimmt Ihrer Arbeit die ganze Spannung und wirkt methodisch einfach unsauber.
Sehen wir uns mal ein Beispiel an:
So bitte nicht:
„In dieser Arbeit wird durch eine Umfrage gezeigt, dass CSR-Maßnahmen die Arbeitgeberattraktivität signifikant steigern, insbesondere durch ökologische Initiativen.“
Viel besser:
„Ziel dieser Arbeit ist es, mittels einer quantitativen Umfrage zu untersuchen, inwieweit und durch welche spezifischen Maßnahmen CSR die Arbeitgeberattraktivität beeinflusst.“
Der Unterschied ist klein, aber entscheidend. Die zweite Version kündigt das Forschungsvorhaben an, ohne das Resultat zu verraten. So bleibt die wissenschaftliche Neugier erhalten und die logische Reihenfolge – Frage, Untersuchung, Ergebnis – wird sauber eingehalten.
Fehler 2: Die Relevanz nicht begründen
Viele Studierende gehen einfach davon aus, dass die Wichtigkeit ihres Themas für jeden offensichtlich ist. Das ist ein Trugschluss. Wenn Sie nicht klar darlegen, warum Ihr Thema eine wissenschaftliche oder praktische Bedeutung hat, wirkt Ihre Arbeit schnell beliebig und austauschbar.
Mein Tipp aus der Praxis: Stellen Sie sich immer die „So what?“-Frage. Warum sollte sich irgendjemand mit diesem Thema beschäftigen? Die Antwort darauf ist der Kern Ihrer Relevanzbegründung und ein Muss für jedes gute Beispiel einer Einleitung für eine Bachelorarbeit.
Fehler 3: Unstrukturierte Textwände
Ganz ehrlich: Nichts schreckt einen Leser mehr ab als ein massiver Textblock ohne Absätze und erkennbare Gliederung. Eine gute Einleitung ist wie ein Trichter – sie führt den Leser elegant vom Allgemeinen zum Spezifischen. Textwände tun genau das Gegenteil.
Versuchen Sie, diese Stolpersteine unbedingt zu umgehen:
- Fehlende Struktur: Die einzelnen Bausteine wie Problemstellung, Forschungsfrage und Zielsetzung sind nicht klar voneinander getrennt.
- Verschachtelte Sätze: Endlos lange Sätze machen das Lesen zur Qual und wirken unprofessionell. Kurz und prägnant gewinnt.
- Füllwörter und leere Phrasen: Aussagen wie „schon immer war es wichtig“ sind nichtssagend und schwächen Ihre Argumentation nur.
Wenn Sie diese typischen Fehler kennen und aktiv vermeiden, legen Sie den Grundstein für eine Einleitung, die nicht nur inhaltlich, sondern auch formal überzeugt – und Ihnen den Weg zu einer exzellenten Note ebnet.
Typische Fragen zur Einleitung – und klare Antworten
Zum Schluss möchte ich noch auf die Fragen eingehen, die mir im Betreuungsalltag immer wieder gestellt werden. Das sind die typischen kleinen Unsicherheiten, die fast jeden Studierenden beim Schreiben der Einleitung einmal beschäftigen. Hier sind meine praxiserprobten Antworten, kurz und auf den Punkt gebracht.
Wie lang sollte die Einleitung meiner Bachelorarbeit sein?
Als Daumenregel hat sich ein Umfang von 5 bis 10 % der gesamten Arbeit bewährt. Bei einer Bachelorarbeit von 40 Seiten wären das also etwa zwei bis vier Seiten.
Aber Vorsicht: Klammern Sie sich nicht zu sehr an die Seitenzahl. Viel wichtiger ist, dass Sie alle wesentlichen Punkte schlüssig unterbringen. Die Qualität zählt hier eindeutig mehr als die Quantität. Wenn Sie unsicher sind, klären Sie die formalen Vorgaben am besten direkt mit Ihrer Betreuungsperson ab, denn die Vorgaben können von Institut zu Institut variieren.
Tipp aus der Praxis: Konzentrieren Sie sich darauf, die Bausteine – vom Aufhänger über die Forschungsfrage bis zum Aufbau – sauber abzuarbeiten. Meistens ergibt sich die passende Länge dann ganz von selbst. So entsteht ein rundes Gesamtbild, das als gutes Beispiel für die Einleitung einer Bachelorarbeit dienen kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Einleitung zu schreiben?
Eine gute Taktik ist, ganz am Anfang eine erste, vorläufige Version zu entwerfen. Betrachten Sie diesen Entwurf als eine Art Kompass oder Fahrplan für Ihr Projekt. Er hilft Ihnen, den roten Faden nicht zu verlieren.
Die endgültige, fein geschliffene Fassung sollten Sie sich aber bis ganz zum Schluss aufheben. Erst wenn Hauptteil und Fazit stehen, haben Sie den vollen Überblick über Ihre Argumentation und Ergebnisse. Dann können Sie den Aufbau und Ihre Methodik exakt beschreiben, ohne Gefahr zu laufen, etwas vorwegzunehmen oder Versprechungen zu machen, die Sie später nicht einhalten.
Darf ich in der Einleitung die Ich-Form benutzen?
Die Ich-Form („Ich werde in dieser Arbeit zeigen…“) ist heute in vielen Fachbereichen kein Tabu mehr. Trotzdem sollte man sie gezielt und sparsam einsetzen. Oft klingen unpersönliche Formulierungen einfach souveräner und wissenschaftlicher.
Versuchen Sie es doch mal mit Alternativen:
- Passiv: „In dieser Arbeit wird untersucht…“
- Unpersönlich: „Die vorliegende Arbeit untersucht…“
Hier kommt es stark auf die Konventionen in Ihrem Fachbereich an. Im Zweifel gilt auch hier: Ein kurzer Blick in andere Abschlussarbeiten Ihres Lehrstuhls oder eine direkte Nachfrage bei Ihrer Betreuungsperson schafft Klarheit.
Fühlt sich der Schreibprozess Ihrer Bachelorarbeit manchmal mühsam an? KalemiFlow kann Ihnen mit cleveren Werkzeugen bei der Quellensuche, dem korrekten Zitieren und sogar bei der Textformulierung helfen. Probieren Sie es einfach mal aus und sehen Sie selbst, wie viel einfacher wissenschaftliches Arbeiten sein kann: https://kalemiflow.de